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Event News

Fridays For Future ruft zum globalen Klimastreik auf

Fridays for Future ruft am heutigen Freitag, den 19.03.2021, zum siebten weltweiten Klimastreik auf. Unter dem Motto #NoMoreEmptyPromises sind in über 50 Ländern Aktionen geplant. In Deutschland organisiert die Bewegung in über 210 Städten Proteste. 

Aufgrund der Coronapandemie sind die Proteste als vielfältige, kreative Aktionen wie Fahrraddemos, Sit-Ins, Kreide– oder Kunstaktionen geplant. Unter Beachtung strenger Hygienekonzepte machen die Aktivist:innen auf ihre Forderung nach konsequentem Klimaschutz aufmerksam.

Zusätzlich können sich Unterstützer:innen auf einer digitalen Karte auf der Webseite von Fridays for Future Deutschland eintragen und Fotos ihrer persönlichen Klimastreik-Aktionen hochladen. Um den kreativen Protest in jede Straße zu bringen, haben die Organisator:innen in den letzten Wochen bundesweit über 10.000 Pakete mit Sprühkreide und Schablonen verschickt. 

“Am 19.03. gehen wir für Klimagerechtigkeit auf die Straßen. Denn nach vielen leeren Worten und über zwei Jahren Klimastreiks ist klar: Insbesondere im Superwahljahr 2021 werden wir den zur Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze notwendigen Wandel nur durch großen gesellschaftlichen Druck erreichen!”

Quang Paasch, Fridays for Future-Sprecher

Entgegen der weit verbreiteten Vorstellung waren die letzten 12 Monate der Coronapandemie ein schlechtes Jahr für die Eindämmung der Klimakrise.

Milliarden an Steuergeldern flossen in Form von Konjunkturpaketen in fossile Konzerne wie die Lufthansa.

[…] „Gleichzeitig ist es total absurd, dass wir so lange darüber diskutiert haben, obwohl Ökonomen, Umweltinitiativen und viele in der Bevölkerung gesagt haben, dass das ein sinnloses Instrument ist. In der Zeit haben wir vergessen darüber zu sprechen, was wären denn wirklich zukunftsfähige Konjunkturmaßnahmen gewesen?“

Carla Reemtsma, Fridays for Future

In Deutschland ging mit Datteln 4 ein neues Kohlekraftwerk ans Netz.

„Wir können nicht tatenlos zusehen, wenn vor unserer Haustür ein neues Kohlekraftwerk ans Netz gehen soll, das vollkommen den Empfehlungen der Kohlekommission widerspricht.“

Lena Wittekind, Aktivistin von Fridays for Future

Der Dannenröder Forst wurde für eine neue Autobahn gerodet.

„Ich denke, es ist ein wichtiges Zeichen, um zu zeigen: So wie ihr die Verkehrswende betreibt, machen wir nicht mehr mit. Wenn der Straßenprotest nicht mehr gehört wird, ist es verständlich, dass man irgendwann sagt: Okay, wir müssen anders Aufmerksamkeit schaffen oder effektiv dafür sorgen, dass wir die Verkehrswende selber in die Hand nehmen.“

Line Niedeggen, Fridays for Future-Sprecherin

Deshalb fordert Fridays for Future am 19.03. echte Krisenbewältigung und Taten statt leerer Worte. 

“Die weltweiten Emissionen sind heute höher als vor der Corona-Pandemie. Unsere Regierungen haben ihr Versprechen in Sachen Klimaschutz gebrochen und Milliarden an öffentlichen Geldern in Kohle, Öl und Gas investiert. Deshalb kämpfen wir diesen Freitag alle für 1,5°C. Eine klimagerechte und lebenswerte Zukunft ist möglich!”

Jördis Thümmler, Fridays for Future-Sprecherin

Für die Bewegung werden am 19.03. u.a. folgende Personen bundesweit Presse sprechen: Pauline Brünger, Quang Paasch und Jördis Thümmler.

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News Theater Workshop

„Klimawerkstatt Theater“ am 12.04. ausgebucht!

Am 12. April findet die Klimawerkstatt Theater statt. Hier dreht sich alles um die ökologische Nachhaltigkeit in der darstellenden Kunst. Zusammen mit unseren Partnern freuen wir uns darauf, Sie zu einem Tag voller Inspirationen, interaktiver Workshops und vielfältigem Austausch zu begrüßen.

Inzwischen haben sich 400 Personen für die digitale Klimawerkstatt Theater am 12.4. angemeldet und damit ist die Werkstatt komplett ausgebucht – wir freuen uns sehr über das große Interesse und nehmen das als gutes Zeichen für die ökologische Nachhaltigkeit in der darstellenden Kunst!
Bis Freitag (09.04.2021) gibt es noch eine Warteliste für ggf. frei werdende Plätze, für die man sich mit dem unten dargestellten Button eintragen lassen kann.

Im Zentrum der Klimawerkstatt stehen ästhetische und strukturelle Fragen nach Erzählungen, Formaten und Produktionsbedingungen der darstellenden Kunst in Zeiten des Klimawandels: Wie kann künstlerische Mobilität und (internationale) Theaterarbeit in Zukunft aussehen? Welche künstlerischen Konzepte gibt es? Was sind die relevanten betriebsökologischen Hebel im Theater? Was bedeutet Nachhaltigkeit im ganzheitlichen Sinne für den Kulturbereich?

Die Klimawerkstatt nähert sich diesen komplexen Fragestellungen in unterschiedlichen Formaten: Am Vormittag bietet sie eine Plattform zur Vernetzung und themenoffenen Selbstverständigung. Nachmittags geht es in Diskussionen und Workshops um konkretes Handlungswissen für die Theaterpraxis.

Die Klimawerkstatt Theater richtet sich spartenübergreifend an alle Akteurinnen und Akteure der deutschen Theaterlandschaft sowie eine interessierte Fachöffentlichkeit. Die Anmeldung ist bis zum 8. April möglich. Die Workshops stehen grundsätzlich allen Theaterschaffenden unabhängig von ihren freien oder institutionellen Arbeitskontexten offen (Durchmischung erwünscht!), sie sind jedoch in den Teilnehmerzahlen begrenzt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Einzelne Workshopteile werden aufgezeichnet und stehen allen Teilnehmenden der Klimawerkstatt im Nachgang als Video-on-Demand zur Verfügung.

Das zusammengefasste finale Programm sieht wie folgt aus:

Programm
UhrzeitÜberschriftSprecher:in
Ab 9:00Ankommen, orientieren, ausprobieren~
10:00BegrüßungKulturstiftung des Bundes
10:15BämBäm … aufgewacht!Nicola Bramkamp, Sebastian Brünger,
Lynn Takeo Musiol,
Christian Tschirner
u.v.m.
11:00 – 13:00Offene Klimawerkstatt – Plattform für Austausch und VernetzungModeration:
Johanna Götz,
Axel Watzke (studiovortort)
13:00 – 14:00Mittagspause
/
KSB-Beratung
(Doppelpass, Tanzland, Jupiter)
~
13:30 – 17:00Verschiedene Workshops(s. Tabelle unten)
14:00 – 14:50The Theatre Green Book: developing a common strategy for sustainable practiceCarmen Hornbostel
(NT Gent)
Paddy Dillon
(Green Book Coordinator)
15:00 – 15:50Fair & sustainable collaborationsYasmine Ostendorf
(Green Art Lab Alliance)
Mike van Graan (Sustaining Theatre and Dance (STAND) Foundation, South Africa)
Anne Fleckstein (Kulturstiftung des Bundes, Fonds TURN)
16:00 – 16:50Artistic practice and solidarity in the climate crisisLázaro Gabino Rodríguez
(Largatijas Tiradas al Sol)
Caroline Berneaud (Théâtre Vidy)
Aljoscha Begrich (Ruhrtriennale)
17:00 – 17:30Abschluss / Zusammenfassung~
Workshops
UhrzeitÜberschriftPartnerBetreuer:in
14:00 – 17:00#1: Klimaschutz kommt von innen – Transformation von Organisationen~Johanna Götz
Axel Watzke (studiovorort)
13:30 – 17:00#2: Erste Schritte zum Klimaschutz im TheaterbetriebAktionsnetzw. Nachhaltigkeit Kultur und MedienJacob Bilabel (Aktionsnetzw.
Nachhaltigkeit in Kultur und Medien)
Sabine Jellinghaus & Maximillian Kromer (EnergieAgentur.
NRW)
14:30 – 17:00#3: The Stories of the Climate CrisisAG Klima / dramaturgische gesellschaftChantal Bilodeau (playwright, artistic director of The Arctic Cycle, New York)
Natalie Driemeyer (Hans Otto Theater Potsdam)
14:00 – 16:30Kulturpolitik als Klimapolitik? Schnittstellen zwischen Theatern, Politik und VerwaltungDeutsche BühnenvereinDr. Hildegard Kaluza (Leiterin der Kulturabteilung im Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW)
Annekatrin Klepsch
(2. Bürgermeisterin der Stadt Dresden, Beigeordnete für Kultur und Tourismus)
Achim Könneke (berufsmäßiger Stadtrat, Leiter des Referats für Kultur und Tourismus der Stadt Würzburg) Moderation:
Marc Grandmontagne (Geschäftsführender Direktor des Deutschen Bühnenvereins)
14:00 – 16:30Nachhaltigkeit on tour – Theater unterwegs mit dem Tech Eco RiderBundesverband Freie Darstellende KünsteKatia Münstermann (Bundesverband Freie Darstellende Künste)
Franziska Pierwoss
(freie Künstlerin)
14:00 – 16:00Von der Theaterlatte zur modernen HaustechnikDeutsche Theatertechnische GesellschaftWesko Rohde (DTHG)
Hans Joachim Rau (Technischer Direktor Schauspielhaus Düsseldorf; DTHG)
14:00 – 17:00Klimaschutz im Kontext der 17 Ziele~Dr. Annett Baumast (baumast. kultur & nachhaltigkeit)
Nicola Bramkamp (Künstlerische Leiterin SAVE THE WORLD)

Die Klimawerkstatt Theater ist eine Veranstaltung der Kulturstiftung des Bundes / Fonds Doppelpass in Kooperation mit dem Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit in Kultur und Medien, der AG Klima / dramaturgische gesellschaft, dem Deutschen Bühnenverein, dem Bundesverband Freie Darstellende Künste und der Deutschen Theatertechnischen Gesellschaft.

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CO2 Bilanz News Theater

Musiktheater im Revier erstellt erstmals CO2-Bilanz

Als eines der ersten Opernhäuser in Deutschland hat das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen (MiR) eine CO2-Bilanz erstellt. Für die Spielzeit 2019/20 lag der CO2– Fußabdruck bei 1.520 t CO2e.

Die Bilanz wurde mit Unterstützung von Julie’s Bicycle erstellt. Die gemeinnützige Organisation hat in Großbritannien einen CO2-Rechner für Kultureinrichtungen entwickelt, mit dem der CO2-Fußabdruck von Theatern, Opernhäusern, Museen, Festivals und anderen kulturellen Veranstaltungen errechnet werden kann.

Der für das Musiktheater im Revier berechnete CO2-Fußabdruck soll ein erster Schritt zu einer umfassenden Umweltbilanz sein, die neben der Energie- dann auch eine Materialbilanz berücksichtigt. „Mit der Erstellung der CO2-Bilanz haben wir erstmals eine fundierte Grundlage, um darauf aufbauend weitere Maßnahmen zur CO2-Reduzierung ableiten zu können“, erklärt MiR Geschäftsführer Tobias Werner.

Tobias Werner | Foto Sven Pinkall

Für die CO2-Bilanz des MiR wurden umfangreiche Daten der Bereiche Energie, Wasser, Abfall sowie Reisetätigkeiten der Besucherinnen, Gastkünstlerinnen und des eigenen Personals ermittelt und analysiert. Der größte Anteil am CO2-Ausstoss liegt mit über 70% im Bereich Energie. Die Ergebnisse sind durch die Coronapandemie und die temporäre Einstellung des Spielbetriebs positiv beeinflusst worden und mit den Emissionen während des regulären Spielbetriebs nicht vergleichbar. Dennoch zeige sich anhand des Datenmaterials erstmals, wie hoch der CO2-Ausstoss insgesamt sei und welche Anstrengungen zu unternehmen sind, um die nationalen wie internationalen Klimaschutzziele zu erreichen, so Werner weiter.

Ziele

Die europäischen Mitgliedstaaten haben sich darauf geeinigt, ihre CO2-Emissionen bis ins Jahr 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 zu reduzieren. Die Reduktion der CO2-Emissionen ist eine der wichtigsten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, um dem Klimawandel zu begegnen. Kultureinrichtungen haben an dieser Stelle besondere Möglichkeiten auf die Klimakrise zu reagieren und aufmerksam zu machen. Mit der Teilnahme an gleich mehreren regionalen und überregionalen Projekten zum Thema Nachhaltigkeit hat sich das MiR nun auch in diesem Bereich der eigenen Corporate Responsibility neue Ziele gesetzt. Das MiR fühlt sich der sozialen, ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit in gleichem Maße verpflichtet. So strebt das Haus vor allem nach einer verantwortungsbewussten Nutzung aller Ressourcen. Das MiR übernimmt Verantwortung für nachfolgende Generationen und unterstützt die europäischen Klimaschutzziele mit einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie, die neben ökologischen auch soziale und ökonomischen Faktoren in den Fokus nimmt.

„Wir befinden uns noch am Anfang unserer Bemühungen. Es ist uns aber wichtig, unseren Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele zu leisten. Wir wollen ein Bewusstsein schaffen, eine Diskussion anregen und mit gutem Beispiel vorangehen“

Tobias Werner, Geschäftsführer Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

Klimabilanz im Detail

CO2-Emission MiR 2019/20 
in CO2-Äquivalenten (CO2e)
Strom1.112t CO2e
Dienstreisen und Arbeitswege249t CO2e
Mobilität Publikum94t CO2e
Abfallwirtschaft59t CO2e
Wasser und Abwasser8t CO2e
Fuhrpark7t CO2e
Summe1.530t CO2e
Die Berechnung erfolgte mit dem Creative Green Tool von Julie’s Bicycle
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News Orchester Partner Theater

Das Beethoven Orchester Bonn ist 
„United Nations Climate Change Goodwill Ambassador“

Das UN-Klimasekretariat ernennt das Beethoven Orchester Bonn zum
„United Nations Climate Change Goodwill Ambassador“

Am Samstag, 27. Februar 2021, hat Patricia Espinosa, Executive Secretary of the Secretariat of the United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC), in der Konzernzentrale der Deutschen Telekom AG in Bonn in Anwesenheit von Oberbürgermeisterin Katja Dörner und Generalmusikdirektor der Stadt Bonn, Dirk Kaftan, das Beethoven Orchester Bonn (BOB) zum „United Nations Climate Change Goodwill Ambassador“ ernannt.
„Die Arbeit des Beethoven Orchesters Bonn ist ein Zeugnis für die Kraft der Musik, Barrieren zu überwinden und Brücken zwischen Gemeinschaften zu bauen“, sagte Patricia Espinosa, Exekutivsekretärin des UN-Klimasekretariats. „Ich freue mich, dass das Orchester zugesagt hat, uns bei unserer Arbeit für eine friedlichere, inklusivere und geeinte Welt zu unterstützen.“
Die Urkundenübergabe geschah am Rande einer Aufzeichnung von Beethovens 6. Sinfonie, der sogenannten „Pastorale“. Das Konzert aus der Reihe Beethoven Pur wird am 29.3.2021 um 20.15 Uhr beim Sender #dabeiTV auf MagentaTV ausgestrahlt. Die Sinfonie gilt als Ausdruck der Naturliebe Beethovens: Lob der Schöpfung und gleichzeitig Aufruf, sie zu wahren und zu schützen.
Die Reihe Beethoven Pur wird unterstützt durch die Deutsche Telekom AG. Sämtliche Konzerte wurden in der Zentrale des Telekommunikationskonzerns eingespielt. Die ersten drei Sinfonien konnten im Herbst 2020 Corona-konform noch vor Publikum gespielt und aufgezeichnet werden. Die finale 9. Sinfonie wird am 17. April live ausgestrahlt.

Das Beethoven Orchester Bonn (BOB) sieht in der Auszeichnung die Chance, Verantwortung für die Agenda 2030 der Vereinten Nationen, mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung zur Förderung des Friedens und zum Schutz unseres Planeten, zu übernehmen. „Wir verstehen Musik als unverzichtbaren Teil unseres Lebens. Musik hat auch die Kraft, Zukunft mit zu gestalten: menschenwürdig, die Ziele der Vereinten Nationen als Wegweiser im Blick,“ meint Dirk Kaftan, Generalmusikdirektor (GMD) des BOB. Ein Schritt in Richtung globale Verantwortung wurde bereits 2018 unter anderem mit dem Projekt „Beethoven Moves“ gemacht, in dem das BOB gemeinsam mit der Don Bosco Mission Bonn Straßenkinder in Medellín unterstützt.

„Wir als Stadt Bonn freuen uns außerordentlich darüber, dass das UN-Klimasekretariat das Beethoven Orchester Bonn zum United Nations Climate Change Goodwill Ambassador ernannt hat. In Zeiten, in denen die Klimakrise ungebremst voranschreitet, kommt es darauf an, Verantwortung zu übernehmen, um die Umwelt für ein gemeinsames Leben auf diesem Planeten zu schützen. Daher bin ich besonders froh, dass Dirk Kaftan zusammen mit der UNFCCC die Initiative ergriffen hat, um die Bedeutung des Klimaschutzes für die Welt hervorzuheben.“

Katja Dörner, Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn

Dass es für ein Orchester eine nicht einfache Aufgabe ist, ‚Klimabotschafter‘ zu sein, weiß auch GMD Dirk Kaftan. Er geht allerdings mit gutem Beispiel voran und radelt beinahe täglich aus dem Drachenfelser Ländchen zur Arbeit ins Brückenforum oder in die Bonner Oper.
Viele unterschiedliche Gedanken zu Projekten wie die Unterstützung von Eben!Holz e. V., bei dem es auf Madagaskar um die Aufforstung von exotischen Hölzern geht, die im Musikinstrumentenbau benötigt werden, die intensivere Förderung des ÖPNV und des Fahrradverkehrs für und durch die Konzertbesucher und die Nutzung von nachhaltigen und fair-gehandelten Produkten werden zurzeit vom Orchester geprüft bzw. sind geplant. Eine jährlich stattfindende Benefiz-Umweltgala am World-Earth-Day (5.6.) in Bonn, ‚Benefiz-Radeln‘ nach dem Vorbild eines Sponsorenlaufs sowie die im Orchester und Publikum breitgefächerte Anwendung der ‚UN Act-now-App‘ sind weitere Überlegungen. Das BOB ist bereits Mitglied im „Orchester des Wandels Deutschland e. V.“, um gemeinsam mit anderen Orchestern einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz zu leisten. Der Verein wurde im Juni 2020 gegründet und fördert mit regelmäßigen Benefizkonzerten zahlreiche Projekte zum Klima- und Naturschutz – regional und international.

„Man kann die Welt nur verändern, wenn man bereit ist, sich selbst zu verändern. Deshalb werden wir versuchen, mit verschiedenen Initiativen die Herzen der Menschen mit unseren Ideen zu erreichen. Da ich mit großer Sorge die weltweite klimatische Entwicklung beobachte, bedeutet es mir persönlich sehr viel, mit unserem Orchester United Nations Climate Change Goodwill Ambassador zu sein. Wir müssen versuchen, den Klimawandel zu stoppen, und ich bin mir sicher: Musik kann dabei helfen.“

Dirk Kaftan, Generalmusikdirektor, Beethoven Orchester Bonn

Zentraler Gedanke des Orchesters ist es, Konzertbesucher und Liebhaber der Musik individuell auf ihre Möglichkeiten aufmerksam zu machen, die Umwelt und die Welt zu verbessern und zu schonen.
Sport- und Kulturdezernentin Dr. Birgit Schneider-Bönninger sieht in der Botschafterrolle eine wichtige Weichenstellung für eine klimagerechte Kulturpolitik:

„Die Bundesstadt Bonn ist als erste Kommune Partner im Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit in Kultur und Medien (ANKM), gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Vor Ort möchten wir eine gemeinsame Verantwortung für Nachhaltigkeit mobilisieren und das emanzipatorische Potenzial der Künste ausschöpfen – für die Gestaltung einer solidarischen und klimaneutralen Gesellschaft. Als UN-Botschafter kann das Beethoven Orchester Bonn den gesellschaftsökologischen Wandel vorantreiben und dazu ermuntern, die Welt zu verändern.“

Dr. Birgit Schneider-Bönninger, Sport- und Kulturdezernentin der Bundesstadt Bonn

„Herzlichen Glückwunsch dem Beethoven Orchester Bonn und Dirk Kaftan für die Ernennung zum „Goodwill Ambassador“ der UNFCCC. Diese Auszeichnung lässt die UN und die Bonner Kultur näher zusammenrücken. Auch das Theater Bonn arbeitet intensiv mit dem Beethoven Orchester Bonn und der UN an weiterführenden Kooperationsmöglichkeiten und wir freuen uns, das Ergebnis in wenigen Wochen bekannt geben zu können,“

Dr. Bernhard Helmich, Generalintendant, Theater Bonn


Weitere Informationen unter: https://unfccc.int oder www.beethoven-orchester.de

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CO2 Bilanz Nachhaltigkeitsbericht

Klimabilanzen in Kulturinstitutionen

CO2-Emissionen sind einer der zentralen Faktoren für den Klimawandel und ihre Reduktion damit eine der wichtigsten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Die Klimaschutzziele des Pariser Abkommens sind nur erreichbar, wenn sie als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden werden, an der alle Teile der Gesellschaft mitwirken. Auch Kunst und Kultur kommt hier eine wichtige Rolle zu, den Transformationsprozess kreativ mitzugestalten und mittels künstlerischer Auseinandersetzung erzählbar und erfahrbar zu machen. Künstler:innen und Kulturinstitutionen reflektieren inzwischen vermehrt die eigenen betriebsökologischen Produktionsbedingungen, beklagen aber zugleich fehlende Mittel, bürokratische Strukturen und unzureichendes Handlungswissen, um konkrete Maßnahmen umzusetzen. So ist die Klimawirkung der Kunst in Deutschland ein blinder Fleck, den zunehmend mehr Akteure in den Blick nehmen wollen.

Klimabilanzen in Kulturinstitutionen

Die Kulturstiftung des Bundes hat mit „Klimabilanzen in Kulturinstitutionen“ ein Pilotprojekt initiiert, das 19 Kultureinrichtungen dabei unterstützt, im „Konvoi-Verfahren“ eine Klimabilanz zu erstellen und den eigenen CO2-Fußabdruck zu ermitteln. Ziel ist es, modellhaft den Prozess der Klimabilanzerstellung im Kulturbereich zu erproben, um Kultureinrichtungen ein Instrument auf dem Weg zur Klimaneutralität aufzeigen. In einem viermonatigen Prozess erhalten die teilnehmenden Einrichtungen sowohl Unterstützung bei der Bilanzierung, um Transparenz über die eigenen CO2-Emissionen zu erzielen, als auch ein spezifisches Klima-Coaching, um den Wissenstransfer im Haus über ein verbessertes Umwelthandeln zu gestalten. In diesem Pilotprojekt geht es zudem um die gemeinsam mit den Einrichtungen zu erörternde Frage, wie ökologische Nachhaltigkeit in einem größeren Maßstab im Fördersystem der Kulturstiftung des Bundes geltend gemacht werden könnte.

„Die ökologischen Herausforderungen der Gegenwart werden zu großen Veränderungen führen und sie auch erfordern. Der erste Schritt zur Verringerung des carbon footprints ist das Wissen über sein konkretes Ausmaß. Wir haben jetzt die Möglichkeit, die Bedingungen künstlerischer Arbeit in Zeiten des Klimawandels gemeinsam zu diskutieren und zu gestalten. Hier wollen wir als Kulturstiftung des Bundes zusammen mit den Kultureinrichtungen einen Impuls geben.“

Hortensia Völckers, künstlerische Direktorin und Vorstandsmitglied der Kulturstiftung des Bundes

Tools for Action

Klimabilanzen sind ein konkretes Instrument, um eine CO2-Statusanalyse vorzunehmen: Wie groß ist der CO2-Footprint der Organisation, auf welche Aktivitätsfelder verteilen sich die Emissionen und wo können wesentliche Verbesserungen erzielt werden? Mittels einer Klimabilanz können Kulturinstitutionen Forderungen nach nachhaltigem und umweltfreundlichem Handeln nachkommen und ihre Glaubwürdigkeit verbessern, indem sie selber entschlossen an einer veränderten Praxis arbeiten. Die Vermeidung bzw. Reduzierung von CO2-Emissionen ist aber nicht nur aus kultur- und klimapolitischer, sondern auch aus ökonomischer Sicht sinnvoll. So sind beispielsweise umweltverträgliche, CO2-ärmere Beschaffungsvarianten in 10 von 15 typischen Produktgruppen in ihren monetären Lebenszykluskosten nachgewiesenermaßen günstiger als die konventionellen Beschaffungsvarianten (vgl. Studie des Öko-Instituts von 2015 im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt).

Kampnagel Hamburg, Foto: Anja Beutler

19 Kultureinrichtungen in der Pilotgruppe

Dieses Pilotprojekt wird im Verbund umgesetzt. Ein solches „Konvoi-Verfahren“ ist ein effektiver Weg, dass verschiedene Organisationen gemeinsam unter Begleitung durch erfahrene Beraterinnen und Berater Erfahrungen teilen und voneinander lernen können. Die Pilotgruppe deckt verschiedene Sparten ab – Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Literatur, Musik, Erinnerungskultur – und repräsentiert ein breites Spektrum an Vorkenntnissen, an Größen und an unterschiedlichen Standortbedingungen.

Konkret ging es in den Einrichtungen um folgende Fragen: Wie groß ist der CO2-Fußabdruck eines Hauses, auf welche Aktivitätsfelder verteilen sich die Emissionen und wo können wesentliche Verbesserungen erzielt werden? Im Pilotprojekt wurden die Klimabilanzen nach dem internationalen Berichtsstandard des Greenhouse Gas Protocol (GHG) erarbeitet, das zwischen direkten, indirekten und vor- bzw. nachgelagerten Emissionen unterscheidet. Demgemäß wurden insbesondere die folgenden Emissionsquellen für das Jahr 2019 untersucht: Infrastruktur (Strom- und Wasserverbrauch, Wärme/Kälte, Abfall), Mobilität (der Mitarbeiterinnen, der Besucher, der Künstler und der Gegenstände/Transporte) sowie Beschaffung (für Werkstätten, Verwaltung oder Gastronomie). Mittels dieser Daten erhält jedes Haus eine Aufstellung und Analyse seiner Zahlen, um relevante Einsparpotenziale identifizieren und Handlungsempfehlungen daraus ableiten zu können.

Bis Ende April 2021 werden die Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt ausgewertet und für eine Online-Publikation aufbereitet. Neben hilfreichen Tipps u.a. zu ersten Schritten bei der Klimabilanzierung, werden hier auch Fachartikel und Grafiken veröffentlicht. Die Publikation steht ab Mitte Mai zum kostenfreien Download auf der Website der Kulturstiftung des Bundes bereit.

Die folgenden Einrichtungen sind am Projekt beteiligt:

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter http://bit.ly/klimabilanzen.

© ZKM | Karlsruhe, Foto: Franz Wamhof

Kon­takt

Dr. Sebastian Brünger 

E-MAIL

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CO2 Bilanz Interview News

Kultur Management Network Magazin Ökologischer Fußabdruck

Der Kulturbetrieb steht bisher nicht im Zentrum der Debatten um Klimabelastung und CO2-Ausstoß. Doch der Grund ist nicht, dass er nichts dazu beiträgt – denn das tut er. Konkrete Zahlen und Daten dazu , wie klimaschädlich Kultur tatsächlich ist, sind bisher aber Mangelware. Das Februar-Magazin des Kultur Management Network beleuchtet daher, wie es um den ökologischen Fußabdruck der Branche bestellt ist und welche Chancen sich durch dessen Reduktion eröffnen.

Wissen Sie, wie groß der ökologische Fußabdruck Ihrer Kultureinrichtung ist? Falls ja: Hervorragend, dann gehört Ihre Einrichtung zu den Pionieren im Kulturbetrieb. Falls nicht, ist das keine Schande, aber Sie sollten das Thema auf die Agenda setzen. Denn ohne den Beitrag des Kulturbetriebes, werden wir die Klimaziele 2030 nicht einhalten können.  

Viele Kulturschaffende haben dabei die Relevanz des Klimaschutzes bereits erkannt, was auch den Umfang dieser Ausgabe erklärt. Die Beiträge der Autor:innen machen deutlich, dass die Reduktion des ökologischen Fußabdrucks nicht mit „Verzicht“ einhergehen muss. Sie eröffnet vor allem Chancen – insbesondere auf eine lebenswerte Zukunft, in der Kunst und Kultur eine zentrale Rolle in der gesellschaftlichen Entwicklung spielen.

Inhaltsverzeichnis

SCHWERPUNKT – Ökologischer Fußabdruck

  • Die Brücke vom Wissen zum Handeln bauen – Interview mit Jacob Sylvester Bilabel, Seite 7
  • Ökologische Nachhaltigkeit messbar machen – von Annett Baumast, Seite 14
  • Kulturgebäude als Vorbilder? – Interview mit Thomas Wahlbuhl und Marcel Weiland, Seite 20
  • Wir müssen unbedingt etwas tun! – von Annette Kleinbrod, Seite 29
  • Culture for Future? – von Vera Hefele und Teresa Trunk, Seite 35
  • Kreative Lösungen für eine nachhaltige Feierkultur – von Ina Friebe, Seite 44
  • Mit gutem Beispiel voran! – von Norman Fleischer, Seite 49
  • Klimaschutz im Museum – von Christopher Garthe, Seite 54
  • Was können wir voneinander lernen? – Interview mit Uwe Schneidewind, Seite 61
  • Nachhaltigkeit in der Kultur international – von Markus Wörl, Seite 65
  • Spotlight auf Nachhaltigkeit?! – von Diana Palm, Seite 71

KALEIDOSCOPE   

  • Lesetipps: Christina Koop, Seite 6
  • Impressum, Seite 97

… WEITER DENKEN

  • Kultur theoretisch und praktisch … Was sie wollen – von Olivia Braun und Andrea Hausmann, Seite 80
  • Kultur next: Museen als Dritte Orte – von Anna-Lena Reulein, Seite 89

Über das Magazin von Kultur Management Network

Sie wollen sich im rasant verändernden Kulturbereich behaupten? Dann müssen Sie sich schnell einen Überblick über neue Tools und Entwicklungen verschaffen, sich orientieren, informieren und das nötige Know-how erwerben können. Das Magazin von Kultur Management Network ist eine der renommiertesten Fachzeitschriften für den Kulturbereich im deutschsprachigen Raum, die bewusst auch andere gesellschaftliche Bereiche wie Wirtschaft, Politik, Bildung, Wissenschaft oder Medien einschließt und mit dem Kulturbetrieb in Beziehung setzt.    Das Magazin von Kultur Management Network bekommen Sie jeden Monat kostenlos per Email. Hier können es kostenfrei abonnieren: 

Im Schwerpunkt jedes Magazins betrachten wir in Hintergrundberichten, Kommentaren, Interviews oder Portraits ein zentrales Schwerpunktthema aus verschiedenen Perspektiven, um es in seiner Gesamtheit für den Kulturbereich einzuordnen und neue Blickwinkel zu öffnen. Daneben beinhaltet das Magazin verschiedene Reihen, die in loser Reihenfolge in den einzelnen Ausgaben vorkommen. Diese sind:  

  • Meine Arbeitswelt
  • Buchtipps
  • Kultur wissenschaftlich…
  • Kultur theoretisch und praktisch…
  • Kultur interdisziplinär…
  • Kultur politisch…
  • Kultur planen und entwickeln…
  • Kultur unternehmen…
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Film TV Workshop

Broadcasting Sustainability Summit

The Sustainability Summit is the online event for sustainability specialists and enthusiasts. The 2021 programme will provide a full overview of all relevant sustainability topics with regards to their applicability within PSM (Public Service Media)

Date & Details

European Broadcasting Union’s (EBU) Sustainability Summit 2021 is a one-day online event covering topics that are relevant to sustainability specialists who are working in broadcasting. The event provides a mix of EBU Members‘ experience and industry specialists sharing relevant insights. The programme intends to provide a full overview of all relevant related topics.

This event is open to the general public.

EBU Sustainablity Summit 2021

Public Service Media (PSM) goes green

22 Apr 2021 10:00 – 17:00 (Europe/Zurich)

About European Broadcasting Union

The European Broadcasting Union is the world’s foremost alliance of public service media, representing over a hundred organizations worldwide. We strive to secure a sustainable future for public service media, provide our Members with world-class content through the Eurovision and Euroradio brands, and build on our founding ethos of solidarity and co-operation to create a centre for learning and sharing.

Contact

Elisabeth Ecoffey
Senior Assistant
ecoffey@ebu.ch
+41 22 717 2723

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Museum News Partner Theater

Culture for Future! – Pilotprojekt in der Landeshauptstadt Dresden


Die Dresdner Kulturverwaltung hat gemeinsam mit Kultureinrichtungen Nachhaltigkeit als Schwerpunktanliegen in die Kulturentwicklungsplanung eingeschrieben und kulturpolitisch mit einem Stadtratsbeschluss im Dezember 2020 fixiert. In den kommenden Jahren sollen alle Dresdner Kultureinrichtungen über eine erfolgreich implementierte Nachhaltigkeitsstrategie verfügen, so die Vision. Diese impliziert einrichtungsspezifische Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz, etwa die ressourcenschonende Produktion oder der Einsatz umweltfreundlicher Energien und Technologien sowie Wirkungskreise der sozialen Nachhaltigkeit, bspw. Gleichstellung, Inklusion und Diversität. Darüber hinaus wirken die Kultureinrichtungen nachhaltig in die Dresdner Stadtgesellschaft, zum Beispiel durch umfassende, auf die Lebenssituationen der Bewohner:innen abgestimmte bzw. sozialräumliche Vermittlungsangebote sowie durch vielfältige und qualitativ hochwertige künstlerische Programme. Den Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategien bilden die 17 „Sustainable Development Goals“ (SDG) der Vereinten Nationen.
Nachhaltigkeit wird in der Dresdner Kulturverwaltung als normatives Handlungsleitbild aus globaler Perspektive und als Querschnittsherausforderung im lokalen Handeln gesehen, welche den Prinzipien der inter- und intragenerationellen Gerechtigkeit folgt, die Nachhaltigkeitsdimensionen „Ökologie“, „Ökonomie“ und „Soziales“ ganzheitlich und integrativ betrachtet, präventiv und langzeitorientiert angelegt ist und die Verknüpfung von globalen und lokalen Entwicklungen anstrebt.


Im Mai 2020 initiierte das Amt für Kultur und Denkmalschutz Dresden mit einem digitalen Symposium zum Thema „Nachhaltigkeit in Kunst und Kultur“ den Auftakt für die Umsetzung dieser Vision.
Seit Januar 2021 läuft ein durch den Rat für Nachhaltige Entwicklung geförderter Transformationsprozess, in welchem die Kulturverwaltung Dresden gemeinsam mit fünf großen und bekannten Dresdner Kulturinstitutionen (ein Orchester, ein Museum, eine Bibliothek, ein Theater und ein Festival) und in Zusammenarbeit mit externen Partnern aus dem Bereich Umweltmanagement Nachhaltigkeitsstrategien sowie konkrete Maßnahmen für den Kulturbereich entwickeln.
„Culture for Future“ ist daher eine Zielstellung, die gerade vor dem Hintergrund aktueller wissenschaftlichen Erkenntnisse, der Notwendigkeit zum Umdenken und nicht zuletzt durch den Veränderungswillen vieler Menschen unabdingbar ist. Das Projekt soll herausarbeiten, welche zukunftsfähigen Konzepte und welche konkreten Maßnahmen erforderlich sind, um Kunst und Kultur in Dresden nachhaltig aufzustellen und durch künstlerische Prozesse wesentliche Narrative für ein gutes Leben identifzieren. Dafür ist die Transformation der vorhandenen Strukturen und das Nachdenken über eine neue Kultur (insbesondere nach der Krise) die wesentliche Triebfeder für die Arbeit in der Dresdner Kulturverwaltung in gemeinsamer Gestaltung mit den Kultureinrichtungen.
Weitere Informationen unter: Kultur und Nachhaltigkeit (dresden.de)

„Salvador Dali soll einmal gesagt haben: Am liebsten erinnere ich mich an die Zukunft. Das ist ein kluger Gedanke, weil er drei Zeitformen ineinander verschränkt: Die Gegenwart ist voll von Erinnerungen und geht schwanger mit dem Zukünftigen. Gerade durch meine Erinnerung, also das, was ich in der Vergangenheit erfahren und bewertet habe, kann ich Zukünftiges denken und habe so die Möglichkeit, mich besser in der Gegenwart zu orientieren, um Entscheidungen zu treffen. Wenn wir uns als Gesellschaft darauf besinnen, dann bin ich mir sicher, dass wir jetzt nachhaltige Grundlagen für ein gutes Leben in Zukunft gestalten können.“

Juliane Moschell, Abteilungsleiterin Kunst und Kultur in der Landeshauptstadt Dresden
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Event News Workshop

Das war das Forum Betriebsökologie 2021

Das Forum Betriebsökologie, die Werkstatt-Reihe fand themenspezifisch komprimiert auf jeweils 2,5 Stunden an vier aufeinanderfolgenden Tagen vom 9. Februar bis zum 12. Februar 2021 statt, so dass die Teilnahme für eine breite Zielgruppe des kulturellen Sektors möglich war.

Beim Forum kamen im über 300 Akteure aus Kultur und Medien zusammen um zu lernen, zu diskutieren und sich auszutauschen. Dabei wurde Initiativen, Projekte und Institutionen vorgestellt, die sich auf den Weg gemacht haben Nachhaltigkeit in der Kultur- und Medienbranche als neues Normal zu etablieren. Ein thematischer Fokus lag dabei auf der Auseinandersetzung von Kultur- und Medienschaffenden mit dem eigenen CO2-Fußabdruck. Die Herausforderungen und Chancen bei der Implementierungen von Umweltmanagementsystemen, Pilotprojekte zu Co2-Bilanzierungen und sektorenübergreifender Kooperation wurden beleuchtet und diskutiert. In unterschiedlichen Formaten wurde dabei Handlungswissen für Betriebsökologie vermittelt und Hilfsangebote für Kultur- und Medienschaffende vorgestellt. Gleichzeitig wurden Beispiele aufgezeigt wie eine solche Auseinandersetzung eine kreative und motivierende Aufgabe sein kann.

Wir vom Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit freuen uns sehr über die zahlreichen Teilnehmer:innen, deren aktive Beteiligung, das sichtlich große Engagement und die hohe Motivation Klimagerechtigkeit als Leitthema im kulturellen Sektor zu etablieren. Wir sehen uns bestärkt in der Hoffnung, dass Kultur- und Medien ihrer Rolle als Transformationstreiber gerecht werden können. Wir hoffen, die Botschaft vermittelt zu haben, das gemeinsame Aufgabe nicht nur zu bewältigen ist, sondern auch Spaß machen kann.

Wir möchten uns außerdem für das viele positive Feedback und die konstruktive Kritik bedanken die uns erreicht hat. Wir freuen schon jetzt auf zukünftige Veranstaltungen. Bis dahin stehen wir jederzeit für Kontaktaufnahmen, Fragen und Ideen zur Verfügung, um weiter mit Ihnen im Austausch zu bleiben.

Unterstehend finden Sie die Folien und weitere Ressourcen zu den Inhalten des Forum Betriebsökologie.


Betriebsökologie in Kultur und Medien – DER KULTURSEKTOR ALS MULTIPLIKATOR FÜR EINE KULTUR DER NACHHALTIGKEIT09.02.2021
Einführung in die Betriebsökologie (Vortrag von Jacob Bilabel (ANKM) am 09.02.2021)

Einladung in die neue Normalität: Wo steht die deutsche Kulturbranche in Fragen der Nachhaltigkeit? (Vortrag von Valentin Graef und Franziska Pierwoss (ANKM) am 09.02.2021)

Kultur und Medien zukunftsfähig gestalten – Nachhaltigkeit bei der BKM (Vortrag von Dr. Roland Witzel und Dr. Thorsten Heimann (BKM) am 09.02.2021)

Greener Artist Activities – Was Künstler:innen gerade und in Zukunft tun können, um aktiv am Klimaschutz zu partizipieren (Vortrag von Fine Stammnitz (Green Touring Network & Music Declares Emergency) am 09.02.2021)

www.greentouring.net

https://musicdeclares.net/de/

www.changeyourstrom.net

Auf dem Weg ins ökologische Zeitalter!? Bibliotheken als starke Akteurinnen des Klimaschutzes (Vortrag von Tim Schumann (Netzwerk Grüne Bibliotheken & Stadtbibliothek Pankow) am 09.02.2021)


Werkstatt der EnergieAgentur.NRW – KLIMASCHUTZ IM KULTURBETRIEB, 10.02.2021
Die Bedeutung von Klimaschutz im Kulturbereich (Vortrag von Jacob Bilabel (ANKM) am 10.02.2021)

Klimaschutzhebel im Kulturbetrieb EnergieAgentur.NRW 10.02.2021

Für mehr Informationen zum Beratungsangebot der EnergieAgentur.NRW zu Klimaschutz im Kulturbereich: klicken Sie Hier!


Beispiele aus der Praxis – DIE KONKRETE UMSETZUNG VON NACHHALTIGKEITSZIELEN, 11.02.2021
Die konkrete Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen (Vortrag von Jacob Bilabel (ANKM) am 11.02.2021)

EMAS in der Praxis: Möglichkeiten und Grenzen eines Umweltmanagementsystems im Kulturbereich (Vortrag von Christoph Hügelmeyer (KBB) am 11.02.2021)

Der Beitrag von Museen zur Grossen Transformation (Ein Gespräch zwischen Christopher Garthe und Stefan Charles am 11.

Artikel zu Nachhaltigkeitsmanagement in Museen von Christopher Garthe https://icom.museum/en/news/icom-voices-sustainability-

Blog zu nachhaltigen Museen: www.ausstellung-museum-nachhaltigkeit.de

Advocacy Paper: Grüne Museen, jetzt! von Stefan Charles vom 15. Dezember 2020

Strategie, Daten & CO2-Rechner – DIE ELEMENTARE BEDEUTUNG VON BELASTBAREN DATEN, 12.02.2021
Wie viel ist viel? – Einführung zu Kernindikatoren (Vortrag von Jacob Bilabel (ANKM) am 12.02.2021)

Nachhaltigkeit + Klimaschutz in der Medienbranche ACTION BITTE! ‚Klimaschutz ist drehrelevant!‘ (Vortrag von Korina Gutsche (Consultant Sustainability Film/ TV/ Kino/ Kultur) am 12.02.2021)

RÜCKFRAGEN: per E-mail an Referentin / Nutzen von Inhalten nur nach Freigabe

Sustaining Creativity: Environmental Action at Arts Council England (Vortrag von Lucy Latham (Julie’s Bicycle) am 12.02.2021)

RessourcenErscheinungsjahr
Museums Environmental Framework
2018
Culture Beyond Plastic: Understanding and Eliminating 
2020
WCCF Report: Tackling Climate Change Through Culture
2019
Arts Council England Environmental Report 2018/19
2020
.


Musikalische Intermezzi von Stefan und Michael Heinrich von KLAN am 09. & 10.02.2021

Die Jungs von KLAN haben sich intensiv mit dem Thema Green Touring auseinander gesetzt. Zudem sind sie Mitinitiatoren der Initiative STAY AT HOME #CHANGEYOURSTROM. Dabei nutzen sie ihre Reichweite als Künstler dazu, Privatpersonen zum Wechsel zu einem Stromvertrag mit 100% Ökostrom anzuregen. Gleichzeitig werden bei einem Wechsel 30 € an die Tafel Deutschland e.V. gespendet.

Musikalische Intermezzi von Eva Sauter (ok.danke.tschüss) am 11. & 12.02.2021

Eva hatte bei ihren tollen musikalischen Intermezzi dazu aufgerufen, Blut- und Knochenmarkspender zu werden. Hier gibt es die Links dazu: https://www.dkms.de/de/spender-werden https://www.blutspendedienst.com


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Sprecher*innen beim Forum Betriebsökologie

Das Forum Betriebsökologie des Aktionsnetzwerks Nachhaltigkeit ist eine digitale Werkstatt-Reihe zur Vermittlung von Handlungswissen über klimagerechte Kultur- und Medienproduktion. Im Mittelpunkt stehen die Themen Betriebsökologie, strategisches Umweltmanagement, Energie- und Ressourceneffizienz und Klimabilanzierung.

Zur Anmeldung!

Die Werkstatt-Reihe findet themenspezifisch komprimiert auf jeweils 2,5 Stunden an vier aufeinanderfolgenden Tagen vom 9. Februar bis zum 12. Februar 2021 statt, so dass die Teilnahme für eine breite Zielgruppe des kulturellen Sektors möglich sein wird.

Sprecher*innen

Dr. Birgit Schneider-Bönninger ist Sport- und Kulturdezernentin der Bundesstadt Bonn.

„Wir brauchen eine kulturelle Nachhaltigkeitsbewegung, die das utopische Potenzial der Künste ausschöpft – für Weltveränderung und Wandel in den Köpfen.“

ARTainable! Klimakunst und die kreative Kollision der Welten in der UN-Klimastadt Bonn

09.02.2021, 15:45 – 16:00 Uhr

Bonn trägt als deutscher UNO-Stadt mit Sitz des UN-Klimasekretariats eine besondere Verantwortung für die Umsetzung der Agenda 2030 und der 17 Nachhaltigkeitsziele. Unter dem Dach eines transdisziplinären Klimakunstlabors (ART goes sustainable – ARTainable) sollen Nachhaltigkeitsaktivitäten der städtischen Kulturinstitute, der freien Szene und zivilgesellschaftlicher Akteure gebündelt und gefördert werden. Leitmotiv ist die kreative Kollision der Welten, die eine „Kultur des Experimentierens“ beflügelt, neue Möglichkeitsräume schafft und zu Alternativen aufruft.
Als Pilotprojekt geht die „Grüne Oper für alle“ an den Start – mit klimagerechter Sanierung, Urban Gardening auf den Rheinblick-Terrassen und dem innovativen Festival „OpernRasen“ für Sport und Kultur auf der Grünfläche vor der Oper.

Dr. Sebastian Brünger studierte Betriebswirtschaftslehre und Politikwissenschaft und promovierte an der HU Berlin über den Umgang deutscher Konzerne mit ihrer NS-Vergangenheit. Von 2005 bis 2006 arbeitete er als Regieassistent zunächst am Nationaltheater Mannheim, dann am Düsseldorfer Schauspielhaus. Von 2007 bis 2015 war er Dramaturg im Theaterkollektiv Rimini Protokoll. Seit 2016 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Kulturstiftung des Bundes und leitet das Förderprogramm „Doppelpass – Fonds für Kooperationen im Theater“ sowie das Pilotprojekt „Klimabilanzen in Kulturinstitutionen“.

Präsentation Pilotprojekt „Klimabilanzen in Kulturinstitutionen“

12.02.2021, 14:15 – 14:45 Uhr


Künstlerinnen und Kulturinstitutionen reflektieren inzwischen vermehrt die eigenen betriebsökologischen Produktionsbedingungen, beklagen aber zugleich fehlende Mittel, bürokratische Strukturen und unzureichendes Handlungswissen, um konkrete Maßnahmen umzusetzen. So ist die Klimawirkung der Kunst in Deutschland ein blinder Fleck, den zunehmend mehr Akteurinnen in den Blick nehmen wollen.

Die Kulturstiftung des Bundes hat mit „Klimabilanzen in Kulturinstitutionen“ ein Pilotprojekt initiiert, das 19 Kultureinrichtungen dabei unterstützt, im „Konvoi-Verfahren“ eine Klimabilanz zu erstellen und den eigenen CO2-Fußabdruck zu ermitteln. Ziel ist es, modellhaft den Prozess der Klimabilanzerstellung im Kulturbereich zu erproben, um Kultureinrichtungen ein Instrument auf dem Weg zur Klimaneutralität aufzeigen. In einem viermonatigen Prozess erhalten die teilnehmenden Einrichtungen sowohl Unterstützung bei der Bilanzierung, um Transparenz über die eigenen CO2-Emissionen zu erzielen, als auch ein spezifisches Klima-Coaching, um den Wissenstransfer im Haus über ein verbessertes Umwelthandeln zu gestalten.

Katharina Heib ist Projektleiterin bei PACT Zollverein, einem internationalen Produktions- und Künstlerhaus. Neben einem renommierten Bühnenprogramm, das Uraufführungen wie Gastspiele umfasst, widmet sich PACT in verschiedenen Formaten den interdisziplinären Übersprüngen zwischen Wissenschaft, Technologie, zeitgenössischer Kunst und weiteren Forschungsbereichen. Als Projektleiterin zeichnet sich Heib verantwortlich für das Residenzprogramm sowie die Produktionsleitung von Gastspielen. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt im nachhaltigen Innovationsmanagement. So betreut sie die Umsetzung der EMAS-Zertifizierung von PACT und vertritt die Institution in verschiedenen Arbeitskreisen zum Thema Ökologie und Nachhaltigkeit. Heib studierte an der Ruhr-Universität-Bochum „Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte“ (BA), aktuell absolviert sie ergänzend einen Master in „Wirtschaft und Management“. Sie ist ausgebildete Veranstaltungskauffrau und war u.a. bei der Ruhrtriennale und dem FIDENA-Festival (Bochum) tätig. Ehrenamtlich engagiert sie sich im Vorstand der Rü-Bühne e.V. (Essen).

Umweltmanagement als Selbstermächtigung – EMAS beim PACT-Zollverein

11.02.2021, 14:15 – 14:45 Uhr

Christoph Hügelmeyer ist seit 2019 Technischer Direktor und Umweltmanagementbeauftragter der Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH. Er wurde 1988 bei Osnabrück geboren, studierte Theater-, sowie Veranstaltungstechnik und –management und arbeitete von 2014 bis 2019 als Leiter der Bühnentechnik an der Staatsoper Hannover. Die KBB ist eine Plattform der internationalen Kulturarbeit, mit den Internationalen Filmfestspielen Berlin, dem Haus der Kulturen der Welt und den Berliner Festspielen mit dem Martin-Gropius-Bau sorgt sie für ein Programm von internationaler Strahlkraft. Die KBB ist eine weltoffene Kulturinstitution, die in künstlerischen Projekten und innovativen Formaten gesellschaftliche Fragestellungen unserer Zeit reflektiert. Das eigene Handeln kann dabei nicht unbeachtet bleiben; daher ist der Schutz der Umwelt und ihrer Ressourcen der KBB und ihren Mitarbeiter*innen ein wichtiges Anliegen.

Die Kultur sollte nicht nur Wege aus dem Spannungsfeld Klima, Kunst und Betrieb finden, sondern diese auch proaktiv aufzeigen. Umweltmanagementsysteme können Kulturinstitutionen in diesem Prozess begleiten. Neben dem Engagement Einzelner in den verschiedensten Kulturbereichen benötigt es jedoch auch klare Vorgaben seitens der Politik, um sowohl nach innen als auch nach außen ein gemeinsames Ziel zu verfolgen: Eine nachhaltige und ausgewogene Kulturproduktion, die keinen Raubbau an unserem Planeten betreibt.

EMAS in der Praxis: Möglichkeiten und Grenzen eines Umweltmanagementsystems im Kulturbereich am Beispiel der Kulturveranstaltungen des Bundes.

11.02.2021, 13:45 – 14:15 Uhr


Die KBB ist seit 2012 im EMAS-Register zertifiziert und arbeitet seitdem kontinuierlich an der Verbesserung der Umweltleistung der Gesellschaft und ihrer Geschäftsbereiche, den Internationalen Filmfestspielen Berlin, dem Haus der Kulturen der Welt und den Berliner Festspielen mit dem Martin-Gropius-Bau. In diesen mittlerweile 9 Jahren haben sich belastbare Strukturen eines Umweltmanagementsystems im Kulturbereich gebildet, die uns in unserer täglichen Arbeit begleiten und immer neue Wege finden lassen. Dieser Vortrag beleuchtet die Entwicklung des EMAS-Systems der KBB bis zum heutigen Tag, die Chancen und Probleme der EMAS-Zertifizierung, die aktuellen Projekte sowie einen Ausblick in die Zukunft.

Dr. Christopher Garthe ist spezialisiert auf Nachhaltigkeit in Ausstellungen und Museen und ist als Kreativdirektor, Dozent, Autor und Referent zu diesem Thema tätig. In seiner Funktion als Creative Director in der Kreativagentur studio klv hat er zahlreiche Ausstellungen konzipiert und Institutionen zum Thema Nachhaltigkeit beraten. Christopher Garthe ist Autor und Dozent des Moduls Nachhaltigkeitsmanagement für Museen bei museOn. Er publiziert regelmäßig zu diesem Thema auf seinem Blog ausstellung-museum-nachhaltigkeit und hat mehrere Beiträge über Ausstellungen und Museen
veröffentlicht.

„Wenn Museen in Zukunft relevant bleiben wollen, müssen sie Nachhaltigkeit als Kernwert berücksichtigen.“

Der Beitrag von Museen zu großen Transformation

11.02.2021, 15:00 – 15:20 Uhr

Lucy Latham kam 2013 zu Julie’s Bicycle, um mit wichtigen kulturellen Akteuren in Großbritannien und international zusammenzuarbeiten. Sie bietet Forschung, Training und Beratung an und setzt sich für die strategische Integration von Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen innerhalb der Kulturwirtschaft ein. Lucy leitet die Partnerschaft von Julie’s Bicycle mit dem Arts Council England, um Umweltaktionen im gesamten Kunst- und Kultursektor zu inspirieren und zu unterstützen. Sie arbeitet auch im Rahmen des Programms „Policy and Cities“ von Julie’s Bicycle, das sich auf die Rolle der Kultur bei der Transformation der Städte konzentriert.

Sustaining Creativity: Environmental Action at Arts Council England (engl.)

12.02.2021, 13:45 – 14:15 Uhr

Lucy Latham wird die umweltpolitische Intervention des Arts Council England vorstellen und erläutern, wie sie den nationalen Kultursektor und dessen Weg zur Nachhaltigkeit verändert hat.


Korina Gutsche ist Dipl.Ing für Umwelttechnik und IHK-Produktionsleiterin Film/TV mit dreißig Jahren Berufserfahrung zu gesamtgesellschaftlichen Themen. Sie arbeitet seit 2011 als freiberufliche Productionmanagerin Sustainability, Dozentin und Beraterin für ökologische Nachhaltigkeit und Klimabilanzierung in der Medienbranche mit dem Fokus auf Filmproduktionen und Institutionen, Filmfestivals und Kinos, mehr unter: www.bluechildfilm.com

Die Klimakrise wartet nicht und es geht um unsere gemeinsame Zukunft. Unser Ziel: die globale Erwärmung müssen wir auf deutlich unter 2 Grad begrenzen und die Agenda 2030 umsetzen. Dafür brauchen wir jetzt den Wertewandel, ein gemeinsames Verständis füreinander und den eine lebenswerte Welt entwickeln und natürlich dafür in der Medien- und Kulturbranche Impulse setzen.

ACTION BITTE! THINK GREEN bevor die Filmklappe fällt

12.02.2021, 14:45 – 15:00 Uhr

Yvonne Büdenhölzer ist seit 2012 Leiterin des Theatertreffens der Berliner Festspiele. Sie wurde 1977 bei Köln geboren, studierte Germanistik und Pädagogik in Bonn und arbeitete als Dramaturgin und Kuratorin an verschiedenen Theatern und in der Freien Szene. Beim Theatertreffen 2019 initiierte und mitkuratierte sie die zweite Konferenz zu Gender(un)gleichheit „Burning Issues meets Theatertreffen“. Von 2005 bis 2011 war Yvonne Büdenhölzer Künstlerische Leiterin des Stückemarkts beim Theatertreffen. In der Spielzeit 2009/10 war sie Kuratorin und Festivalmanagerin der Theaterbiennale Neue Stücke aus Europa in Wiesbaden und Mainz. Sie war Lehrbeauftragte an der Freien Universität Berlin und Mitglied im Rat für die Künste. 2020 erhielt sie den Berliner Frauenpreis für ihr Engagement für die Chancengleichheit am Theater.

CO2 Bilanzierung des Theatertreffens: Ein Gespräch über Herausforderungen, Chancen und Notwendigkeiten.

12.02.2021, 15:15 – 15:30 Uhr