Stadt Würzburg

Würzburger Bündnis KlimaKultur

Klimagerechte Kulturarbeit ist ein neuer kulturpolitischer Schwerpunkt der Stadt Würzburg. Anfang des Jahres 2021 haben alle städtischen Kultureinrichtungen vereinbart, ab sofort die epochalen Herausforderungen des Klimawandels durch das Ziel klimagerechter Kulturarbeit offensiver und vor allem gemeinsam und strategisch anzugehen. Das „Würzburger Bündnis KlimaKultur“ wurde ausgerufen. Mitglieder des Bündnisses sind neben dem Kulturreferat und sämtlichen städtischen Kultureinrichtungen auch der Dachverband Freier Würzburger Kulturträger, der fast alle freien Kultureinrichtungen und rund 1.000 Künstler*innen und Kulturschaffende vertritt. 

Schritt für Schritt sollen möglichst viele Freie Kultureinrichtungen, Festivals und Gruppen motiviert werden, im lokalen Netzwerk gemeinsam ihre Kompetenzen zu erhöhen und solidarisch passgenaue Ziele und Maßnahmen klimagerechter Kulturarbeit und stärkerer Gemeinwohlorientierung zu entwickeln und umzusetzen. 

Bewusst ist der neue kulturpolitische Schwerpunkt ein Baustein der städtischen Kultur-Neustart-Maßnahmen. Das Kulturreferat wird in einer ersten Phase für das Bündnis Fortbildungen und Coachings anbieten und schreibt darüber hinaus mehrere Kooperationsstipendien für Kulturakteure aus, die sich über 6-12 Monate in transdisziplinären Partnerschaften u.a. auch Themen wie Ausbau der Nachhaltigkeit, Klimagerechtigkeit und Gemeinwohlorientierung widmen wollen.

Kulturpolitischer Anspruch ist, klimagerechte Kulturarbeit mittelfristig zu einem selbstverständlichen Standard zu entwickeln und dabei auch die gesellschaftliche Vorbildrolle und Multiplikatorenfunktion des Kulturbereichs engagiert zu nutzen.

Das Würzburger Bündnis KlimaKultur ist eingebunden in gesamtstädtische Ziele und Aktivitäten zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung. So hat der Stadtrat im Jahr 2009 beschlossen, die CO2 Emissionen bis 2030 im Vergleich zu 1990 zu halbieren, im Jahre 2018 waren immerhin 40 % erreicht, 2012 wurde mit „Würzburg 2030 – ein Leitbild und Ziele für ein umwelt- und klimagerechtes Würzburg im Jahr 2030“ beschlossen, 2019 wurde als Alternative zur Ausrufung des Klimanotstands ein „Klimaversprechen – Würzburg auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt“ beschlossen und dabei die Eindämmung des Klimawandels als zentrale Zukunftsaufgabe höchster Priorität eingestuft. Bis 2030 will die Stadtverwaltung und bis 2045 die Stadt insgesamt klimaneutral sein. Seit Mai 2020 hat die Stadt den ersten Klimabürgermeister Deutschlands (offiziell 2. Bürgermeister für Umwelt und Klimaschutz), seitdem wurden unter anderem „Eckpunkte zur Klimaanpassung“ beschlossen sowie die Neuaufstellung des „Integriertes kommunales Klimaschutzkonzeptes“ beschlossen, welche derzeit mit zahlreichen Workshops durchgeführt wird und bis Ende 2021 abgeschlossen sein soll

(c) Dita Vollmond

„Der Klimawandel ist die größte Herausforderung unserer Epoche. Der Kulturbereich sollte Verantwortung übernehmen und seine gesellschaftliche Vorbildrolle und Multiplikatorfunktion engagiert nutzen, um neue Möglichkeitsräume der KlimaKultur zu erschließen und vermitteln.“ 

Achim Könneke, Kultur- und Tourismusreferent der Stadt Würzburg

Generelle Infos unter www.wuerzburg.de/klima