Über uns

Warum?

Deutschland hat sich vorgenommen, bis 2030 den Ausstoß an Klimagasen um 55% zu reduzieren. Erreicht werden diese Ziele nur, wenn ALLE ihren Teil dazu beitragen. Dabei haben beispielhafte Aktionen relevanter kultureller Akteure Vorbildcharakter für die nötige Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen. Hier hat der kulturelle Sektor durch seinen Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung eine große Mitverantwortung bei der Erreichung der vereinbarten CO2- Reduktionsziele. Das vorherrschende Narrativ des ‚Nachhaltigkeit bedeutet Verzicht & Verbot’ lähmt und verlangsamt dringend notwendige Entwicklungen. Hier gilt es heute mehr denn je, neue Erzählungen und Erlebnisse zu entwickeln, die die gesamte Gesellschaft in diese Generationenaufgabe mit einbeziehen und diese als bewältigbar erfahrbar machen. Der kulturelle Sektor kann dabei eine tragende Rolle spielen. Doch bis auf bei wenigen Pionieren fehlt in der Breite das notwendige Handlungs- und Erfahrungswissen, um konkrete, spartenübergreifende Ansätze zu Energie- und Ressourceneffizienz in der Kultur- und Medienlandschaft flächendeckend umzusetzen.

Was?

Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit in Kultur und Medien (ANKM), gefördert durch die BKM.
Mit dem Ziel der Identifikation und der Vernetzung der Pioniere mit interessierten Akteuren, dem Aufbereiten und Zugänglichmachen der bereits erfolgten Erfahrungen und dem Initiieren und Begleiten von zukünftigen Kooperationen und Pilotprojekten, bietet das Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit in Kultur & Medien (ANKM) eine zentrale, spartenübergreifende Anlaufstelle für das Thema Betriebsökologie in Kultur und Medien. Gefördert von der Beauftragten für Kultur und Medien der Bundesregierung (BKM) werden beispielhafte Pilotprojekte begleitet und die Ergebnisse dokumentiert und kommuniziert. Als neutraler intermediärer Akteur zwischen Politik, Verwaltung und handelnden Unternehmungen wird das ANKM perspektivisch so zum One Stop Shop für den Sektor. Mit dem Ziel der Cross Innovation kann das ANKM nach der Etablierung dann als horizontale Schnittstelle zu relevanten Prozessen in Wissenschaft, Forschung, Umwelttechnik, Wirtschaftsförderung und der digitalen Startup Welt erweitert werden.

Projektpartner

Projektleitung

Jacob Sylvester Bilabel
Im Management von Universal Music, Europas größter Musik- und Entertainmentholding, war Jacob Bilabel als Vice President New Business & Communications für den Aufbau des Digitalgeschäfts mitverantwortlich. Danach entwickelte er für MySpace USA das Deutschlandgeschäft im damals am schnellsten wachsenden Europäischen Digitalmarkt. Seit 2016 ist er Geschäftsführer des gemeinnützigen Projektträgers Delta1 in Berlin. Er ist Mitglied des Ausschusses für die Kreativwirtschaft der IHK Berlin, berufener Experte des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes und hielt Lehraufträge an der Popakademie Baden-Württemberg, der Steinbeis Hochschule Berlin und der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Jacob Bilabel ist Co Autor des internationalen ISO 2012-1 Standards für Nachhaltiges Event Management und hat diverse Leitfäden für eine Grüne Kreativwirtschaft verfasst. Unter anderen erhielt er den Live Entertainment Award, den Mut zur Nachhaltigkeit Preis des Zeit Verlages und den Sonderpreis der Jury des Applaus Preises der Initiative Musik für seine Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit in der Kreativwirtschaft.

Projektträger

Projektträger
Die Green Music Initiative (GMI) ist ein Forschungs- und Innovationsnetzwerk der Kreativwirtschaft und wird von der gemeinnützigen Delta1 gUG (haftungsbeschränkt) betrieben. Unter anderen wurde in der Vergangenheit neben der Green Music Initiative (seit 2009), die Green Pictures Group (2012), das Greener Arena Netzwerk (2014), das Green Touring Network (seit 2015) und das Netzwerk Nachhaltigkeit der Berlin Music Commission (seit 2018) initiiert und als neutraler Sekretär betrieben. In mehreren Europäischen Forschungsprojekten agiert die GMI als Projektsteuerer und Konsortialpartner (Intelligent Energy Europe, Horizon 2020, Creative Europe, Music moves Europe).

Aktuell entwickelt die GMI als Teil des Europäischen Everywh2ere Konsortiums Wasserstoff Brennstoffzellen Generatoren für den CO2 freien Off Grid Einsatz bei klimaneutralen Festivals, urbanen Events und Filmproduktionen. Die Green Music Initiative hat zusammen mit ihrem Partner Julie’s Bicycle in Großbritannien den ersten CO2 Rechner für Spielstätten der Kultur- und Kreativwirtschaft im Rahmen eines Europäischen Förderprojekts (EE Music – Energy Efficient Culture) entwickelt. Im GEX Green Europe Experience Projekt wird zusammen mit den Festivals We Love Green (Frankreich), Boom (Portugal), Dour (Belgien), Pohoda (Slowenien), GO Group (Deutschland) und der A Greener Festival Initiative an einer Circular Economy Zukunft gemeinsam geforscht.

Eine klimaverträgliche und damit zukunftsfähige Kultur- und Medienlandschaft ist nicht weniger schön, aufregend oder breit im Angebot. Im Gegenteil: Schon heute können wir mit viel Kreativität und Phantasie gemeinsam all die Experimente, Innovationen und Möglichkeiten erproben, die uns als Gesellschaft auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft begleiten werden. Kreativität und Phantasie werden so zu paradoxen Ressourcen: je mehr wir sie nutzen, desto mehr haben wir am Ende von ihnen.

Jacob Sylvester Bilabel, Leiter Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit in Kultur und Medien