Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G) gehört zu den bedeutendsten Museen für Kunst und Design in Europa. 1877 eröffnet, ist das MK&G heute ein außergewöhnlicher Ort für die große Erzählung menschlicher Kreativität. Seine hochkarätigen Sammlungen reichen von der Antike bis zur Gegenwart und umfassen den europäischen, den islamischen und den fernöstlichen Kulturraum. Das MK&G präsentiert seine herausragenden Sammlungen Grafikdesign, Plakatkunst, Fotografie, Design, Mode, Musikinstrumente und Keramik auf rund 10.000 Quadratmetern und gibt Einblick in Epochen wie Antike, Mittelalter, Renaissance, Barock, Klassizismus, Jugendstil und Moderne. Höhepunkte sind die berühmten Jugendstil-Räume, einzigartige expressionistische Tanzmasken und die orange-rote Kantine des dänischen Designers Verner Panton, eine Stilikone der Pop Art aus dem Spiegel-Verlagshaus. In spektakulären Sonderausstellungen stellt das MK&G immer wieder neue Bezüge zwischen Epochen und Kulturen, Vergangenheit und Gegenwart her und greift aktuelle und kulturhistorische Themen auf, die zum Nachdenken anregen.

Haltung, Aktionen und Projekte des MK&G

Seit seiner Gründung widmet sich das MK&G der Frage, wie wir unsere Umwelt gestalten wollen. Gestaltung ist dabei als ein Prozess des Suchens, Entwickelns und Erprobens von Lösungen zu verstehen. Es geht um Fragestellungen unterschiedlichen Maßstabs: Vom Design eines Gebrauchsgegenstands bis hin zu komplexen sozialen Systemen. Gestaltung bedeutet immer auch: aktiv werden. Vor diesem Hintergrund positioniert sich das MK&G als ein bewusst in die Gesellschaft wirkendes Haus, als offener und lebendiger Dritter Ort.

Auf programmatischer Ebene findet Nachhaltigkeit schon seit langem und wiederholt Raum im MK&G. In Ausstellungen zu Müll im Meer oder den Schattenseiten der Textilindustrie wird die globale Konsumindustrie kritisch reflektiert. Gleichzeitig bietet das MK&G seinen Gästen auch Ideen und Visionen für eine nachhaltigere Zukunft, zuletzt etwa zur Zukunft des Essens oder des Wohnens. Der 2020 eröffnete „Freiraum“ trägt u. a. auch sozialen Aspekten von Nachhaltigkeit Rechnung, indem er als kostenfreier Raum für Begegnung, Aufenthalt und Diskurs fungiert.

Auch in seinem Betrieb hat das MK&G bereits diverse Maßnahmen zur Förderung der Nachhaltigkeit getroffen, etwa durch Einbau eines e-Savers, thermische Sanierungsarbeiten am Gebäude, den Bezug von Ökostrom, die Bezuschussung von ÖPNV-Tickets, ein Mülltrennungssystem oder den Druck auf FSC-zertifiziertem Papier. 

Unter Einbindung der motivierten Belegschaft soll die Reise zu einer umfassend nachhaltigen Institution am MK&G weiter vorangehen.

Alexander Stockinger
© David von Becker
Prof. Tulga Beyerle
©Henning Rogge

„Als notorisch optimistische Menschen sind wir überzeugt, dass wir alle einen Unterschied zum Besseren machen können. Die Fakten zur Klimakrise liegen auf dem Tisch, nun geht es darum, unsere Zukunft aktiv und positiv zu gestalten. Als Kulturinstitution können wir dabei gleich doppelt wirken: Indem wir mit unserem Programm Denkanstöße geben und indem wir unsere Organisation am Ziel der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit ausrichten. Wir sind gespannt auf die Reise!“

Prof. Tulga Beyerle, Alexander Stockinger
Vorstand