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Event News

Digitale Diskussion „Europe Bottom-Up: Klimaneutrale Kulturarbeit“ am 15. April

Von 16:30 – 18 Uhr am 15. April findet eine digitale Veranstaltungsdiskussion zum Thema „Nachhaltigkeit in der Kultur“ statt im Rahmen der 12. Berliner Stiftungswoche „Alles eine Frage des Klimas“.

Dort wird auch die seit Januar 2021 bearbeitete Plattform „Europe Bottom-Up“ besprochen sowie die Überzeugung, dass die Klimaneutralität der kulturellen Arbeit zu den Impulsen für Europa gehört, die es laut der Stiftung Zukunft Berlin verdienen, auf dieser Plattform präsentiert zu werden. Es werden Fragen diskutiert wie nachhaltig die europäische Kulturbranche momentan ist, welche Maßnahmen und Angebote gemacht werden können sowie Projekte vorgestellt.

Die „Europe Bottom-Up“ ist eine Plattform, die möglichst viele für Europa konstruktive Beiträge der europäischen Basis – der Europäerinnen und Europäer, ihrer Städte und Gemeinden – zusammentragen und miteinander verbinden soll. 

Bei der Diskussion sind Vertreter:innen aus der Kulturbranche und aus der Politik dabei:

Daniela Berglehn (Kuratorin der Eon Stiftung, Programm „Green Deal für die Kultur“)
Jacob Bilabel (Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit in Kultur und Medien
Daniel Buchholz (Berliner Abgeordnetenhaus, SPD)
Hannes Heide (Mitglied des Europäischen Parlaments, S&D)
Birgit Heidsiek (Grünes Kino)
Dieter Kosslick (Berliner Filmfestspiele a.D.)
Yolanda Rother (Stiftung Zukunft Berlin)
Notker Schweikhardt (Berliner Abgeordnetenhaus, B90/Grüne)
Moderation: Volker Hassemer

Sie sind herzlich eingeladen am 15. April von 16:30 bis 18 Uhr beim Livestream dabei zu sein.

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Musik News

Indie Musik Verband IMPALA veröffentlicht Nachhaltigkeitsprogramm

Der Europäische Verband für Independent Musikunternehmen, kurz IMPALA, hat über 5000 Mitglieder in dem Independent Musiksektor in Europa. Sie setzten das Ziel bis zum Jahr 2030 klimapositiv zu sein und veröffentlichten ein Programm für mehr Nachhaltigkeit in dem Independent Musiksektor.

Das Nachhaltigkeitsprogramm von IMPALA besteht aus einer freiwilligen Selbstverpflichtung von Nachhaltigkeitszielen für IMPALA, übergeordneten Zielen für die Independent Musikbranche und einem freiwilligen Maßnahmenkatalog für Mitglieder.

Bis zum Jahr 2030 möchten IMPALA und seine Mitglieder klimapositiv sein. IMPALA setzte dafür das Ziel bis zum Jahr 2026 ein klimaneutraler Independent Musiksektor zu werden. Doch dabei betont IMPALA die Freiwilligkeit für seine Mitglieder bei dem Ziel mitzuwirken. Jedes Unternehmen und Land ist anders, daher stellt IMPALA Zugang zu Beratung und Schulung zum Thema Nachhaltigkeit bereit. Zusätzlich können Mitglieder die freiwillige Klimaerklärung von IMPALA sowie andere Instrumente aus dem Maßnahmenkatalog nutzen.

Ein CO2-Rechner speziell für Musikunternehmen ist in Planung. Der Rechner wird laut IMPALA sowohl die Lieferkette als auch die Aktivitäten der Musikunternehmen abdecken. Mögliche kollektive CO2-Kompensationsmöglichkeiten werden ebenfalls von IMPALA geprüft.

IMPALA als Organisation veröffentlichte ihre freiwillige Selbstverpflichtung in einer Klima-Charter. Eins der 15 Ziele des Klima-Charters ist die Zusammenarbeit mit digitalen Musikservices um ihren CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Hierfür forderte IMPALA Streaming-Dienste auf, den CO2-Fußabdruck von digitaler Musik zu bewerten und zu reduzieren.

IMPALAs Klima-Charter

In seiner mit der Nachhaltigkeits Task Force und dem Board erarbeiteten Strategie verpflichten sich IMPALA und große Teile seiner 5.000 Mitgliedsunternehmen auf folgende Punkte:

1. Create and hold the framework for European independent music sector climate targets, which we will revise regularly.
2. Convene and administer a Sustainability Task Force to look at relevant issues such as supply chain commitments, financial investment mechanisms, and report back to IMPALA board.
3. Appoint a climate advocate for IMPALA’s board and each committee.
4. Make a reporting tool available to all members to measure individual businesses’ carbon footprint and disclose aggregated figures from the IMPALA membership on an annual basis.
5. Transparently monitor and report own climate impacts including business travel.
6. Map and share examples of best practices across Europe, whether local campaigns or surveys, or other climate action projects, to be updated regularly and celebrate ‘climate ambassadors’ within the IMPALA network and its membership organisations.
7. Make climate literacy training available twice a year for employees, board and members, supplemented with more in-depth training sessions on specific issues.
8. Produce guidance for members on: monitoring and reducing carbon footprint, taking effective climate action and targets, hot topics e.g. sustainable merchandise, pensions, production and engaging suppliers, etc.
9. Support members in a way that recognises that there is no one size fits all and that each company and each country is different – accompany those who can achieve change early and also make sure no one gets left behind in the spirit of a just transition.
10. Engage with suppliers to promote change across the supply chain.
11. Call on digital services to be transparent and work with IMPALA to promote change.
12. Explore the possibility of taking a collective approach to offsetting solutions for the sector.
13. Support relevant initiatives mobilising climate/ecological action through the power of music and culture.
14. Keep members aware of EU funding for climate/ecological projects and help members apply for EU funding for relevant projects that support environmental action.
15. Speak out where we support specific issues and use our voice in Brussels to 1) raise climate in the context of cultural policy discussion, and 2) advocate for the role of the music community in supporting the EU Green Deal into action.

IMPALAs Nachhaltigkeitsprogramm wurde von einer Arbeitsgruppe zusammengestellt, die von Horst Weidenmüller von !K7 Music initiiert wurde. Die Nachhaltigkeits Task Force von IMPALA besteht aus einer Reihe von Mitgliedern wie Will Hutton von der Beggars Group und Peter Quicke von Ninja Tune sowie der Beraterin Alison Tickell von Julie’s Bicycle und Jacob Sylvester Bilabel vom Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit.

© IMPALA

“IMPALA’s mission is for the sector to grow sustainably. Our guidance for members sets out common-sense steps that a company can take voluntarily and expand afterwards if needed. Many of the issues can’t be solved by members acting on their own, but a collective approach will make the difference. We see this programme as part of our role of being a leader and will work with all others in the sector interested in accelerating change.”

Helen Smith, Vorstand von IMPALA
© IMPALA

“IMPALA’s programme means we can plan ahead, provide real sustainability options for artists and develop flexible tools for members. Acting early isn’t just a climate question, it avoids disruption and carbon taxes. Credibility is important, so we are including the supply chain. Our ultimate ambition is to be carbon positive rather than just neutral. This is what sets IMPALA’s work apart in the music sector today.”

Horst Weidenmüller, Vorstand für die Nachhaltigkeits Task Force von IMPALA & Geschäftsführer von !K7 Music GmbH

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News Theater

Theatertreffen startet Pilotprojekt „Forum Ökologische Nachhaltigkeit im Theater“

In Zusammenarbeit mit dem Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit findet im Rahmen des diesjährigen Theatertreffens der Berliner Festspiele das Pilotprojekt „Forum Ökologische Nachhaltigkeit im Theater“ statt.

Das Theatertreffen möchte als Plattform des Dialogs für mehr Nachhaltigkeit in der Theaterbranche fungieren. Durch einen aktiven Aufbau eines langfristigen Netzwerks für Nachhaltigkeitsthemen im Theater soll ein Austausch zwischen verschiedenen Akteur:innen und Institutionen der deutschsprachigen Theaterbranche gefördert werden. So sollen durch den Dialog Strategien und Projekte für eine nachhaltige Kulturproduktion entwickelt und vorhandene Initiativen vernetzt werden.

Die für das diesjährige Theatertreffen nominierten Theaterhäuser und Produktionsteams sind erstmals eingeladen, jeweils bis zu zwei Mitarbeitende als Green Ambassadors (Grüne Botschafter:innen) zur Teilnahme an einem zweiteiligen Veranstaltungsangebot zu entsenden. Das Auftakttreffen findet am 13. April 2021 digital statt, ein weiterführendes Workshop-Programm mit allen Beteiligten ist zu Spielzeitbeginn im Herbst 2021 geplant. Die Teilnehmer:innen sind eingeladen, sich aus unterschiedlichen theaterspezifischen Perspektiven mit den Themen ökologische Nachhaltigkeit und Klimawandel, mit bereits bestehenden Initiativen sowie Ansätzen zur Erarbeitung eigener Nachhaltigkeitsstrategien auseinanderzusetzen.

Das Theatertreffen möchte selbst einen Beitrag zum Pariser Klimaabkommen leisten. In Vorbereitung auf dieses Projekts ermittelt das Theatertreffen seine eigene CO2-Bilanz anhand der Festivaldaten von 2019 (als analoges Veranstaltungsprogramm) und 2020 (als digitales Verantstaltungprogramm). Im nächsten Schritt werden Ziele und Maßnahmen des Theatertreffens entwickelt, um zukünftig klimabewusster arbeiten und produzieren zu können. Die Ergebnisse der Analyse werden zu einem späteren Zeitpunkt auf der Website des Theatertreffens veröffentlicht.

„Bereits zum zweiten Mal findet das Theatertreffen digital statt. Auch in dieser Präsentationsform entstehen wesentliche Umweltwirkungen. Mit der Auswertung unserer eigenen Klimabilanz und zusammen mit dem Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit in Kultur und Medien möchten wir erforschen, welche Hebel wir in Zukunft wo ansetzen können. Unser Ziel ist klar: ein maximal bemerkenswertes Festival mit möglichst minimalem CO2-Fußabdruck.“

Yvonne Büdenhölzer, Leiterin Theatertreffen

„Nachhaltiges Theater bedeutet gleichzeitig auch zukunftsfähiges Theater. Die Sehnsucht nach einer schöneren und klimabewussteren Welt kann auf und hinter den Bühnen dieses Landes neu verhandelt werden. Das gemeinsame Projekt mit dem Berliner Theatertreffen baut dazu die ersten Brücken.“

Jacob Sylvester Bilabel, Leiter Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit

Bei weiteren Fragen oder Anregungen des „Forum Ökologische Nachhaltigkeit im Theater“ können Sie gerne eine Mail schreiben.

Pressekontakt Theatertreffen (Sara Franke): presse@berlinerfestspiele.de

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Event News

Fridays For Future ruft zum globalen Klimastreik auf

Fridays for Future ruft am heutigen Freitag, den 19.03.2021, zum siebten weltweiten Klimastreik auf. Unter dem Motto #NoMoreEmptyPromises sind in über 50 Ländern Aktionen geplant. In Deutschland organisiert die Bewegung in über 210 Städten Proteste. 

Aufgrund der Coronapandemie sind die Proteste als vielfältige, kreative Aktionen wie Fahrraddemos, Sit-Ins, Kreide– oder Kunstaktionen geplant. Unter Beachtung strenger Hygienekonzepte machen die Aktivist:innen auf ihre Forderung nach konsequentem Klimaschutz aufmerksam.

Zusätzlich können sich Unterstützer:innen auf einer digitalen Karte auf der Webseite von Fridays for Future Deutschland eintragen und Fotos ihrer persönlichen Klimastreik-Aktionen hochladen. Um den kreativen Protest in jede Straße zu bringen, haben die Organisator:innen in den letzten Wochen bundesweit über 10.000 Pakete mit Sprühkreide und Schablonen verschickt. 

“Am 19.03. gehen wir für Klimagerechtigkeit auf die Straßen. Denn nach vielen leeren Worten und über zwei Jahren Klimastreiks ist klar: Insbesondere im Superwahljahr 2021 werden wir den zur Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze notwendigen Wandel nur durch großen gesellschaftlichen Druck erreichen!”

Quang Paasch, Fridays for Future-Sprecher

Entgegen der weit verbreiteten Vorstellung waren die letzten 12 Monate der Coronapandemie ein schlechtes Jahr für die Eindämmung der Klimakrise.

Milliarden an Steuergeldern flossen in Form von Konjunkturpaketen in fossile Konzerne wie die Lufthansa.

[…] „Gleichzeitig ist es total absurd, dass wir so lange darüber diskutiert haben, obwohl Ökonomen, Umweltinitiativen und viele in der Bevölkerung gesagt haben, dass das ein sinnloses Instrument ist. In der Zeit haben wir vergessen darüber zu sprechen, was wären denn wirklich zukunftsfähige Konjunkturmaßnahmen gewesen?“

Carla Reemtsma, Fridays for Future

In Deutschland ging mit Datteln 4 ein neues Kohlekraftwerk ans Netz.

„Wir können nicht tatenlos zusehen, wenn vor unserer Haustür ein neues Kohlekraftwerk ans Netz gehen soll, das vollkommen den Empfehlungen der Kohlekommission widerspricht.“

Lena Wittekind, Aktivistin von Fridays for Future

Der Dannenröder Forst wurde für eine neue Autobahn gerodet.

„Ich denke, es ist ein wichtiges Zeichen, um zu zeigen: So wie ihr die Verkehrswende betreibt, machen wir nicht mehr mit. Wenn der Straßenprotest nicht mehr gehört wird, ist es verständlich, dass man irgendwann sagt: Okay, wir müssen anders Aufmerksamkeit schaffen oder effektiv dafür sorgen, dass wir die Verkehrswende selber in die Hand nehmen.“

Line Niedeggen, Fridays for Future-Sprecherin

Deshalb fordert Fridays for Future am 19.03. echte Krisenbewältigung und Taten statt leerer Worte. 

“Die weltweiten Emissionen sind heute höher als vor der Corona-Pandemie. Unsere Regierungen haben ihr Versprechen in Sachen Klimaschutz gebrochen und Milliarden an öffentlichen Geldern in Kohle, Öl und Gas investiert. Deshalb kämpfen wir diesen Freitag alle für 1,5°C. Eine klimagerechte und lebenswerte Zukunft ist möglich!”

Jördis Thümmler, Fridays for Future-Sprecherin

Für die Bewegung werden am 19.03. u.a. folgende Personen bundesweit Presse sprechen: Pauline Brünger, Quang Paasch und Jördis Thümmler.

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News Theater Workshop

„Klimawerkstatt Theater“ am 12.04. ausgebucht!

Am 12. April findet die Klimawerkstatt Theater statt. Hier dreht sich alles um die ökologische Nachhaltigkeit in der darstellenden Kunst. Zusammen mit unseren Partnern freuen wir uns darauf, Sie zu einem Tag voller Inspirationen, interaktiver Workshops und vielfältigem Austausch zu begrüßen.

Inzwischen haben sich 400 Personen für die digitale Klimawerkstatt Theater am 12.4. angemeldet und damit ist die Werkstatt komplett ausgebucht – wir freuen uns sehr über das große Interesse und nehmen das als gutes Zeichen für die ökologische Nachhaltigkeit in der darstellenden Kunst!
Bis Freitag (09.04.2021) gibt es noch eine Warteliste für ggf. frei werdende Plätze, für die man sich mit dem unten dargestellten Button eintragen lassen kann.

Im Zentrum der Klimawerkstatt stehen ästhetische und strukturelle Fragen nach Erzählungen, Formaten und Produktionsbedingungen der darstellenden Kunst in Zeiten des Klimawandels: Wie kann künstlerische Mobilität und (internationale) Theaterarbeit in Zukunft aussehen? Welche künstlerischen Konzepte gibt es? Was sind die relevanten betriebsökologischen Hebel im Theater? Was bedeutet Nachhaltigkeit im ganzheitlichen Sinne für den Kulturbereich?

Die Klimawerkstatt nähert sich diesen komplexen Fragestellungen in unterschiedlichen Formaten: Am Vormittag bietet sie eine Plattform zur Vernetzung und themenoffenen Selbstverständigung. Nachmittags geht es in Diskussionen und Workshops um konkretes Handlungswissen für die Theaterpraxis.

Die Klimawerkstatt Theater richtet sich spartenübergreifend an alle Akteurinnen und Akteure der deutschen Theaterlandschaft sowie eine interessierte Fachöffentlichkeit. Die Anmeldung ist bis zum 8. April möglich. Die Workshops stehen grundsätzlich allen Theaterschaffenden unabhängig von ihren freien oder institutionellen Arbeitskontexten offen (Durchmischung erwünscht!), sie sind jedoch in den Teilnehmerzahlen begrenzt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Einzelne Workshopteile werden aufgezeichnet und stehen allen Teilnehmenden der Klimawerkstatt im Nachgang als Video-on-Demand zur Verfügung.

Das zusammengefasste finale Programm sieht wie folgt aus:

Programm
UhrzeitÜberschriftSprecher:in
Ab 9:00Ankommen, orientieren, ausprobieren~
10:00BegrüßungKulturstiftung des Bundes
10:15BämBäm … aufgewacht!Nicola Bramkamp, Sebastian Brünger,
Lynn Takeo Musiol,
Christian Tschirner
u.v.m.
11:00 – 13:00Offene Klimawerkstatt – Plattform für Austausch und VernetzungModeration:
Johanna Götz,
Axel Watzke (studiovortort)
13:00 – 14:00Mittagspause
/
KSB-Beratung
(Doppelpass, Tanzland, Jupiter)
~
13:30 – 17:00Verschiedene Workshops(s. Tabelle unten)
14:00 – 14:50The Theatre Green Book: developing a common strategy for sustainable practiceCarmen Hornbostel
(NT Gent)
Paddy Dillon
(Green Book Coordinator)
15:00 – 15:50Fair & sustainable collaborationsYasmine Ostendorf
(Green Art Lab Alliance)
Mike van Graan (Sustaining Theatre and Dance (STAND) Foundation, South Africa)
Anne Fleckstein (Kulturstiftung des Bundes, Fonds TURN)
16:00 – 16:50Artistic practice and solidarity in the climate crisisLázaro Gabino Rodríguez
(Largatijas Tiradas al Sol)
Caroline Berneaud (Théâtre Vidy)
Aljoscha Begrich (Ruhrtriennale)
17:00 – 17:30Abschluss / Zusammenfassung~
Workshops
UhrzeitÜberschriftPartnerBetreuer:in
14:00 – 17:00#1: Klimaschutz kommt von innen – Transformation von Organisationen~Johanna Götz
Axel Watzke (studiovorort)
13:30 – 17:00#2: Erste Schritte zum Klimaschutz im TheaterbetriebAktionsnetzw. Nachhaltigkeit Kultur und MedienJacob Bilabel (Aktionsnetzw.
Nachhaltigkeit in Kultur und Medien)
Sabine Jellinghaus & Maximillian Kromer (EnergieAgentur.
NRW)
14:30 – 17:00#3: The Stories of the Climate CrisisAG Klima / dramaturgische gesellschaftChantal Bilodeau (playwright, artistic director of The Arctic Cycle, New York)
Natalie Driemeyer (Hans Otto Theater Potsdam)
14:00 – 16:30Kulturpolitik als Klimapolitik? Schnittstellen zwischen Theatern, Politik und VerwaltungDeutsche BühnenvereinDr. Hildegard Kaluza (Leiterin der Kulturabteilung im Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW)
Annekatrin Klepsch
(2. Bürgermeisterin der Stadt Dresden, Beigeordnete für Kultur und Tourismus)
Achim Könneke (berufsmäßiger Stadtrat, Leiter des Referats für Kultur und Tourismus der Stadt Würzburg) Moderation:
Marc Grandmontagne (Geschäftsführender Direktor des Deutschen Bühnenvereins)
14:00 – 16:30Nachhaltigkeit on tour – Theater unterwegs mit dem Tech Eco RiderBundesverband Freie Darstellende KünsteKatia Münstermann (Bundesverband Freie Darstellende Künste)
Franziska Pierwoss
(freie Künstlerin)
14:00 – 16:00Von der Theaterlatte zur modernen HaustechnikDeutsche Theatertechnische GesellschaftWesko Rohde (DTHG)
Hans Joachim Rau (Technischer Direktor Schauspielhaus Düsseldorf; DTHG)
14:00 – 17:00Klimaschutz im Kontext der 17 Ziele~Dr. Annett Baumast (baumast. kultur & nachhaltigkeit)
Nicola Bramkamp (Künstlerische Leiterin SAVE THE WORLD)

Die Klimawerkstatt Theater ist eine Veranstaltung der Kulturstiftung des Bundes / Fonds Doppelpass in Kooperation mit dem Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit in Kultur und Medien, der AG Klima / dramaturgische gesellschaft, dem Deutschen Bühnenverein, dem Bundesverband Freie Darstellende Künste und der Deutschen Theatertechnischen Gesellschaft.

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CO2 Bilanz News Theater

Musiktheater im Revier erstellt erstmals CO2-Bilanz

Als eines der ersten Opernhäuser in Deutschland hat das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen (MiR) eine CO2-Bilanz erstellt. Für die Spielzeit 2019/20 lag der CO2– Fußabdruck bei 1.520 t CO2e.

Die Bilanz wurde mit Unterstützung von Julie’s Bicycle erstellt. Die gemeinnützige Organisation hat in Großbritannien einen CO2-Rechner für Kultureinrichtungen entwickelt, mit dem der CO2-Fußabdruck von Theatern, Opernhäusern, Museen, Festivals und anderen kulturellen Veranstaltungen errechnet werden kann.

Der für das Musiktheater im Revier berechnete CO2-Fußabdruck soll ein erster Schritt zu einer umfassenden Umweltbilanz sein, die neben der Energie- dann auch eine Materialbilanz berücksichtigt. „Mit der Erstellung der CO2-Bilanz haben wir erstmals eine fundierte Grundlage, um darauf aufbauend weitere Maßnahmen zur CO2-Reduzierung ableiten zu können“, erklärt MiR Geschäftsführer Tobias Werner.

Tobias Werner | Foto Sven Pinkall

Für die CO2-Bilanz des MiR wurden umfangreiche Daten der Bereiche Energie, Wasser, Abfall sowie Reisetätigkeiten der Besucherinnen, Gastkünstlerinnen und des eigenen Personals ermittelt und analysiert. Der größte Anteil am CO2-Ausstoss liegt mit über 70% im Bereich Energie. Die Ergebnisse sind durch die Coronapandemie und die temporäre Einstellung des Spielbetriebs positiv beeinflusst worden und mit den Emissionen während des regulären Spielbetriebs nicht vergleichbar. Dennoch zeige sich anhand des Datenmaterials erstmals, wie hoch der CO2-Ausstoss insgesamt sei und welche Anstrengungen zu unternehmen sind, um die nationalen wie internationalen Klimaschutzziele zu erreichen, so Werner weiter.

Ziele

Die europäischen Mitgliedstaaten haben sich darauf geeinigt, ihre CO2-Emissionen bis ins Jahr 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 zu reduzieren. Die Reduktion der CO2-Emissionen ist eine der wichtigsten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, um dem Klimawandel zu begegnen. Kultureinrichtungen haben an dieser Stelle besondere Möglichkeiten auf die Klimakrise zu reagieren und aufmerksam zu machen. Mit der Teilnahme an gleich mehreren regionalen und überregionalen Projekten zum Thema Nachhaltigkeit hat sich das MiR nun auch in diesem Bereich der eigenen Corporate Responsibility neue Ziele gesetzt. Das MiR fühlt sich der sozialen, ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit in gleichem Maße verpflichtet. So strebt das Haus vor allem nach einer verantwortungsbewussten Nutzung aller Ressourcen. Das MiR übernimmt Verantwortung für nachfolgende Generationen und unterstützt die europäischen Klimaschutzziele mit einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie, die neben ökologischen auch soziale und ökonomischen Faktoren in den Fokus nimmt.

„Wir befinden uns noch am Anfang unserer Bemühungen. Es ist uns aber wichtig, unseren Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele zu leisten. Wir wollen ein Bewusstsein schaffen, eine Diskussion anregen und mit gutem Beispiel vorangehen“

Tobias Werner, Geschäftsführer Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

Klimabilanz im Detail

CO2-Emission MiR 2019/20 
in CO2-Äquivalenten (CO2e)
Strom1.112t CO2e
Dienstreisen und Arbeitswege249t CO2e
Mobilität Publikum94t CO2e
Abfallwirtschaft59t CO2e
Wasser und Abwasser8t CO2e
Fuhrpark7t CO2e
Summe1.530t CO2e
Die Berechnung erfolgte mit dem Creative Green Tool von Julie’s Bicycle
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News Orchester Partner Theater

Das Beethoven Orchester Bonn ist 
„United Nations Climate Change Goodwill Ambassador“

Das UN-Klimasekretariat ernennt das Beethoven Orchester Bonn zum
„United Nations Climate Change Goodwill Ambassador“

Am Samstag, 27. Februar 2021, hat Patricia Espinosa, Executive Secretary of the Secretariat of the United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC), in der Konzernzentrale der Deutschen Telekom AG in Bonn in Anwesenheit von Oberbürgermeisterin Katja Dörner und Generalmusikdirektor der Stadt Bonn, Dirk Kaftan, das Beethoven Orchester Bonn (BOB) zum „United Nations Climate Change Goodwill Ambassador“ ernannt.
„Die Arbeit des Beethoven Orchesters Bonn ist ein Zeugnis für die Kraft der Musik, Barrieren zu überwinden und Brücken zwischen Gemeinschaften zu bauen“, sagte Patricia Espinosa, Exekutivsekretärin des UN-Klimasekretariats. „Ich freue mich, dass das Orchester zugesagt hat, uns bei unserer Arbeit für eine friedlichere, inklusivere und geeinte Welt zu unterstützen.“
Die Urkundenübergabe geschah am Rande einer Aufzeichnung von Beethovens 6. Sinfonie, der sogenannten „Pastorale“. Das Konzert aus der Reihe Beethoven Pur wird am 29.3.2021 um 20.15 Uhr beim Sender #dabeiTV auf MagentaTV ausgestrahlt. Die Sinfonie gilt als Ausdruck der Naturliebe Beethovens: Lob der Schöpfung und gleichzeitig Aufruf, sie zu wahren und zu schützen.
Die Reihe Beethoven Pur wird unterstützt durch die Deutsche Telekom AG. Sämtliche Konzerte wurden in der Zentrale des Telekommunikationskonzerns eingespielt. Die ersten drei Sinfonien konnten im Herbst 2020 Corona-konform noch vor Publikum gespielt und aufgezeichnet werden. Die finale 9. Sinfonie wird am 17. April live ausgestrahlt.

Das Beethoven Orchester Bonn (BOB) sieht in der Auszeichnung die Chance, Verantwortung für die Agenda 2030 der Vereinten Nationen, mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung zur Förderung des Friedens und zum Schutz unseres Planeten, zu übernehmen. „Wir verstehen Musik als unverzichtbaren Teil unseres Lebens. Musik hat auch die Kraft, Zukunft mit zu gestalten: menschenwürdig, die Ziele der Vereinten Nationen als Wegweiser im Blick,“ meint Dirk Kaftan, Generalmusikdirektor (GMD) des BOB. Ein Schritt in Richtung globale Verantwortung wurde bereits 2018 unter anderem mit dem Projekt „Beethoven Moves“ gemacht, in dem das BOB gemeinsam mit der Don Bosco Mission Bonn Straßenkinder in Medellín unterstützt.

„Wir als Stadt Bonn freuen uns außerordentlich darüber, dass das UN-Klimasekretariat das Beethoven Orchester Bonn zum United Nations Climate Change Goodwill Ambassador ernannt hat. In Zeiten, in denen die Klimakrise ungebremst voranschreitet, kommt es darauf an, Verantwortung zu übernehmen, um die Umwelt für ein gemeinsames Leben auf diesem Planeten zu schützen. Daher bin ich besonders froh, dass Dirk Kaftan zusammen mit der UNFCCC die Initiative ergriffen hat, um die Bedeutung des Klimaschutzes für die Welt hervorzuheben.“

Katja Dörner, Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn

Dass es für ein Orchester eine nicht einfache Aufgabe ist, ‚Klimabotschafter‘ zu sein, weiß auch GMD Dirk Kaftan. Er geht allerdings mit gutem Beispiel voran und radelt beinahe täglich aus dem Drachenfelser Ländchen zur Arbeit ins Brückenforum oder in die Bonner Oper.
Viele unterschiedliche Gedanken zu Projekten wie die Unterstützung von Eben!Holz e. V., bei dem es auf Madagaskar um die Aufforstung von exotischen Hölzern geht, die im Musikinstrumentenbau benötigt werden, die intensivere Förderung des ÖPNV und des Fahrradverkehrs für und durch die Konzertbesucher und die Nutzung von nachhaltigen und fair-gehandelten Produkten werden zurzeit vom Orchester geprüft bzw. sind geplant. Eine jährlich stattfindende Benefiz-Umweltgala am World-Earth-Day (5.6.) in Bonn, ‚Benefiz-Radeln‘ nach dem Vorbild eines Sponsorenlaufs sowie die im Orchester und Publikum breitgefächerte Anwendung der ‚UN Act-now-App‘ sind weitere Überlegungen. Das BOB ist bereits Mitglied im „Orchester des Wandels Deutschland e. V.“, um gemeinsam mit anderen Orchestern einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz zu leisten. Der Verein wurde im Juni 2020 gegründet und fördert mit regelmäßigen Benefizkonzerten zahlreiche Projekte zum Klima- und Naturschutz – regional und international.

„Man kann die Welt nur verändern, wenn man bereit ist, sich selbst zu verändern. Deshalb werden wir versuchen, mit verschiedenen Initiativen die Herzen der Menschen mit unseren Ideen zu erreichen. Da ich mit großer Sorge die weltweite klimatische Entwicklung beobachte, bedeutet es mir persönlich sehr viel, mit unserem Orchester United Nations Climate Change Goodwill Ambassador zu sein. Wir müssen versuchen, den Klimawandel zu stoppen, und ich bin mir sicher: Musik kann dabei helfen.“

Dirk Kaftan, Generalmusikdirektor, Beethoven Orchester Bonn

Zentraler Gedanke des Orchesters ist es, Konzertbesucher und Liebhaber der Musik individuell auf ihre Möglichkeiten aufmerksam zu machen, die Umwelt und die Welt zu verbessern und zu schonen.
Sport- und Kulturdezernentin Dr. Birgit Schneider-Bönninger sieht in der Botschafterrolle eine wichtige Weichenstellung für eine klimagerechte Kulturpolitik:

„Die Bundesstadt Bonn ist als erste Kommune Partner im Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit in Kultur und Medien (ANKM), gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Vor Ort möchten wir eine gemeinsame Verantwortung für Nachhaltigkeit mobilisieren und das emanzipatorische Potenzial der Künste ausschöpfen – für die Gestaltung einer solidarischen und klimaneutralen Gesellschaft. Als UN-Botschafter kann das Beethoven Orchester Bonn den gesellschaftsökologischen Wandel vorantreiben und dazu ermuntern, die Welt zu verändern.“

Dr. Birgit Schneider-Bönninger, Sport- und Kulturdezernentin der Bundesstadt Bonn

„Herzlichen Glückwunsch dem Beethoven Orchester Bonn und Dirk Kaftan für die Ernennung zum „Goodwill Ambassador“ der UNFCCC. Diese Auszeichnung lässt die UN und die Bonner Kultur näher zusammenrücken. Auch das Theater Bonn arbeitet intensiv mit dem Beethoven Orchester Bonn und der UN an weiterführenden Kooperationsmöglichkeiten und wir freuen uns, das Ergebnis in wenigen Wochen bekannt geben zu können,“

Dr. Bernhard Helmich, Generalintendant, Theater Bonn


Weitere Informationen unter: https://unfccc.int oder www.beethoven-orchester.de

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CO2 Bilanz Interview News

Kultur Management Network Magazin Ökologischer Fußabdruck

Der Kulturbetrieb steht bisher nicht im Zentrum der Debatten um Klimabelastung und CO2-Ausstoß. Doch der Grund ist nicht, dass er nichts dazu beiträgt – denn das tut er. Konkrete Zahlen und Daten dazu , wie klimaschädlich Kultur tatsächlich ist, sind bisher aber Mangelware. Das Februar-Magazin des Kultur Management Network beleuchtet daher, wie es um den ökologischen Fußabdruck der Branche bestellt ist und welche Chancen sich durch dessen Reduktion eröffnen.

Wissen Sie, wie groß der ökologische Fußabdruck Ihrer Kultureinrichtung ist? Falls ja: Hervorragend, dann gehört Ihre Einrichtung zu den Pionieren im Kulturbetrieb. Falls nicht, ist das keine Schande, aber Sie sollten das Thema auf die Agenda setzen. Denn ohne den Beitrag des Kulturbetriebes, werden wir die Klimaziele 2030 nicht einhalten können.  

Viele Kulturschaffende haben dabei die Relevanz des Klimaschutzes bereits erkannt, was auch den Umfang dieser Ausgabe erklärt. Die Beiträge der Autor:innen machen deutlich, dass die Reduktion des ökologischen Fußabdrucks nicht mit „Verzicht“ einhergehen muss. Sie eröffnet vor allem Chancen – insbesondere auf eine lebenswerte Zukunft, in der Kunst und Kultur eine zentrale Rolle in der gesellschaftlichen Entwicklung spielen.

Inhaltsverzeichnis

SCHWERPUNKT – Ökologischer Fußabdruck

  • Die Brücke vom Wissen zum Handeln bauen – Interview mit Jacob Sylvester Bilabel, Seite 7
  • Ökologische Nachhaltigkeit messbar machen – von Annett Baumast, Seite 14
  • Kulturgebäude als Vorbilder? – Interview mit Thomas Wahlbuhl und Marcel Weiland, Seite 20
  • Wir müssen unbedingt etwas tun! – von Annette Kleinbrod, Seite 29
  • Culture for Future? – von Vera Hefele und Teresa Trunk, Seite 35
  • Kreative Lösungen für eine nachhaltige Feierkultur – von Ina Friebe, Seite 44
  • Mit gutem Beispiel voran! – von Norman Fleischer, Seite 49
  • Klimaschutz im Museum – von Christopher Garthe, Seite 54
  • Was können wir voneinander lernen? – Interview mit Uwe Schneidewind, Seite 61
  • Nachhaltigkeit in der Kultur international – von Markus Wörl, Seite 65
  • Spotlight auf Nachhaltigkeit?! – von Diana Palm, Seite 71

KALEIDOSCOPE   

  • Lesetipps: Christina Koop, Seite 6
  • Impressum, Seite 97

… WEITER DENKEN

  • Kultur theoretisch und praktisch … Was sie wollen – von Olivia Braun und Andrea Hausmann, Seite 80
  • Kultur next: Museen als Dritte Orte – von Anna-Lena Reulein, Seite 89

Über das Magazin von Kultur Management Network

Sie wollen sich im rasant verändernden Kulturbereich behaupten? Dann müssen Sie sich schnell einen Überblick über neue Tools und Entwicklungen verschaffen, sich orientieren, informieren und das nötige Know-how erwerben können. Das Magazin von Kultur Management Network ist eine der renommiertesten Fachzeitschriften für den Kulturbereich im deutschsprachigen Raum, die bewusst auch andere gesellschaftliche Bereiche wie Wirtschaft, Politik, Bildung, Wissenschaft oder Medien einschließt und mit dem Kulturbetrieb in Beziehung setzt.    Das Magazin von Kultur Management Network bekommen Sie jeden Monat kostenlos per Email. Hier können es kostenfrei abonnieren: 

Im Schwerpunkt jedes Magazins betrachten wir in Hintergrundberichten, Kommentaren, Interviews oder Portraits ein zentrales Schwerpunktthema aus verschiedenen Perspektiven, um es in seiner Gesamtheit für den Kulturbereich einzuordnen und neue Blickwinkel zu öffnen. Daneben beinhaltet das Magazin verschiedene Reihen, die in loser Reihenfolge in den einzelnen Ausgaben vorkommen. Diese sind:  

  • Meine Arbeitswelt
  • Buchtipps
  • Kultur wissenschaftlich…
  • Kultur theoretisch und praktisch…
  • Kultur interdisziplinär…
  • Kultur politisch…
  • Kultur planen und entwickeln…
  • Kultur unternehmen…
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Museum News Partner Theater

Culture for Future! – Pilotprojekt in der Landeshauptstadt Dresden


Die Dresdner Kulturverwaltung hat gemeinsam mit Kultureinrichtungen Nachhaltigkeit als Schwerpunktanliegen in die Kulturentwicklungsplanung eingeschrieben und kulturpolitisch mit einem Stadtratsbeschluss im Dezember 2020 fixiert. In den kommenden Jahren sollen alle Dresdner Kultureinrichtungen über eine erfolgreich implementierte Nachhaltigkeitsstrategie verfügen, so die Vision. Diese impliziert einrichtungsspezifische Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz, etwa die ressourcenschonende Produktion oder der Einsatz umweltfreundlicher Energien und Technologien sowie Wirkungskreise der sozialen Nachhaltigkeit, bspw. Gleichstellung, Inklusion und Diversität. Darüber hinaus wirken die Kultureinrichtungen nachhaltig in die Dresdner Stadtgesellschaft, zum Beispiel durch umfassende, auf die Lebenssituationen der Bewohner:innen abgestimmte bzw. sozialräumliche Vermittlungsangebote sowie durch vielfältige und qualitativ hochwertige künstlerische Programme. Den Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategien bilden die 17 „Sustainable Development Goals“ (SDG) der Vereinten Nationen.
Nachhaltigkeit wird in der Dresdner Kulturverwaltung als normatives Handlungsleitbild aus globaler Perspektive und als Querschnittsherausforderung im lokalen Handeln gesehen, welche den Prinzipien der inter- und intragenerationellen Gerechtigkeit folgt, die Nachhaltigkeitsdimensionen „Ökologie“, „Ökonomie“ und „Soziales“ ganzheitlich und integrativ betrachtet, präventiv und langzeitorientiert angelegt ist und die Verknüpfung von globalen und lokalen Entwicklungen anstrebt.


Im Mai 2020 initiierte das Amt für Kultur und Denkmalschutz Dresden mit einem digitalen Symposium zum Thema „Nachhaltigkeit in Kunst und Kultur“ den Auftakt für die Umsetzung dieser Vision.
Seit Januar 2021 läuft ein durch den Rat für Nachhaltige Entwicklung geförderter Transformationsprozess, in welchem die Kulturverwaltung Dresden gemeinsam mit fünf großen und bekannten Dresdner Kulturinstitutionen (ein Orchester, ein Museum, eine Bibliothek, ein Theater und ein Festival) und in Zusammenarbeit mit externen Partnern aus dem Bereich Umweltmanagement Nachhaltigkeitsstrategien sowie konkrete Maßnahmen für den Kulturbereich entwickeln.
„Culture for Future“ ist daher eine Zielstellung, die gerade vor dem Hintergrund aktueller wissenschaftlichen Erkenntnisse, der Notwendigkeit zum Umdenken und nicht zuletzt durch den Veränderungswillen vieler Menschen unabdingbar ist. Das Projekt soll herausarbeiten, welche zukunftsfähigen Konzepte und welche konkreten Maßnahmen erforderlich sind, um Kunst und Kultur in Dresden nachhaltig aufzustellen und durch künstlerische Prozesse wesentliche Narrative für ein gutes Leben identifzieren. Dafür ist die Transformation der vorhandenen Strukturen und das Nachdenken über eine neue Kultur (insbesondere nach der Krise) die wesentliche Triebfeder für die Arbeit in der Dresdner Kulturverwaltung in gemeinsamer Gestaltung mit den Kultureinrichtungen.
Weitere Informationen unter: Kultur und Nachhaltigkeit (dresden.de)

„Salvador Dali soll einmal gesagt haben: Am liebsten erinnere ich mich an die Zukunft. Das ist ein kluger Gedanke, weil er drei Zeitformen ineinander verschränkt: Die Gegenwart ist voll von Erinnerungen und geht schwanger mit dem Zukünftigen. Gerade durch meine Erinnerung, also das, was ich in der Vergangenheit erfahren und bewertet habe, kann ich Zukünftiges denken und habe so die Möglichkeit, mich besser in der Gegenwart zu orientieren, um Entscheidungen zu treffen. Wenn wir uns als Gesellschaft darauf besinnen, dann bin ich mir sicher, dass wir jetzt nachhaltige Grundlagen für ein gutes Leben in Zukunft gestalten können.“

Juliane Moschell, Abteilungsleiterin Kunst und Kultur in der Landeshauptstadt Dresden
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Das war das Forum Betriebsökologie 2021

Das Forum Betriebsökologie, die Werkstatt-Reihe fand themenspezifisch komprimiert auf jeweils 2,5 Stunden an vier aufeinanderfolgenden Tagen vom 9. Februar bis zum 12. Februar 2021 statt, so dass die Teilnahme für eine breite Zielgruppe des kulturellen Sektors möglich war.

Beim Forum kamen im über 300 Akteure aus Kultur und Medien zusammen um zu lernen, zu diskutieren und sich auszutauschen. Dabei wurde Initiativen, Projekte und Institutionen vorgestellt, die sich auf den Weg gemacht haben Nachhaltigkeit in der Kultur- und Medienbranche als neues Normal zu etablieren. Ein thematischer Fokus lag dabei auf der Auseinandersetzung von Kultur- und Medienschaffenden mit dem eigenen CO2-Fußabdruck. Die Herausforderungen und Chancen bei der Implementierungen von Umweltmanagementsystemen, Pilotprojekte zu Co2-Bilanzierungen und sektorenübergreifender Kooperation wurden beleuchtet und diskutiert. In unterschiedlichen Formaten wurde dabei Handlungswissen für Betriebsökologie vermittelt und Hilfsangebote für Kultur- und Medienschaffende vorgestellt. Gleichzeitig wurden Beispiele aufgezeigt wie eine solche Auseinandersetzung eine kreative und motivierende Aufgabe sein kann.

Wir vom Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit freuen uns sehr über die zahlreichen Teilnehmer:innen, deren aktive Beteiligung, das sichtlich große Engagement und die hohe Motivation Klimagerechtigkeit als Leitthema im kulturellen Sektor zu etablieren. Wir sehen uns bestärkt in der Hoffnung, dass Kultur- und Medien ihrer Rolle als Transformationstreiber gerecht werden können. Wir hoffen, die Botschaft vermittelt zu haben, das gemeinsame Aufgabe nicht nur zu bewältigen ist, sondern auch Spaß machen kann.

Wir möchten uns außerdem für das viele positive Feedback und die konstruktive Kritik bedanken die uns erreicht hat. Wir freuen schon jetzt auf zukünftige Veranstaltungen. Bis dahin stehen wir jederzeit für Kontaktaufnahmen, Fragen und Ideen zur Verfügung, um weiter mit Ihnen im Austausch zu bleiben.

Unterstehend finden Sie die Folien und weitere Ressourcen zu den Inhalten des Forum Betriebsökologie.


Betriebsökologie in Kultur und Medien – DER KULTURSEKTOR ALS MULTIPLIKATOR FÜR EINE KULTUR DER NACHHALTIGKEIT09.02.2021
Einführung in die Betriebsökologie (Vortrag von Jacob Bilabel (ANKM) am 09.02.2021)

Einladung in die neue Normalität: Wo steht die deutsche Kulturbranche in Fragen der Nachhaltigkeit? (Vortrag von Valentin Graef und Franziska Pierwoss (ANKM) am 09.02.2021)

Kultur und Medien zukunftsfähig gestalten – Nachhaltigkeit bei der BKM (Vortrag von Dr. Roland Witzel und Dr. Thorsten Heimann (BKM) am 09.02.2021)

Greener Artist Activities – Was Künstler:innen gerade und in Zukunft tun können, um aktiv am Klimaschutz zu partizipieren (Vortrag von Fine Stammnitz (Green Touring Network & Music Declares Emergency) am 09.02.2021)

www.greentouring.net

https://musicdeclares.net/de/

www.changeyourstrom.net

Auf dem Weg ins ökologische Zeitalter!? Bibliotheken als starke Akteurinnen des Klimaschutzes (Vortrag von Tim Schumann (Netzwerk Grüne Bibliotheken & Stadtbibliothek Pankow) am 09.02.2021)


Werkstatt der EnergieAgentur.NRW – KLIMASCHUTZ IM KULTURBETRIEB, 10.02.2021
Die Bedeutung von Klimaschutz im Kulturbereich (Vortrag von Jacob Bilabel (ANKM) am 10.02.2021)

Klimaschutzhebel im Kulturbetrieb EnergieAgentur.NRW 10.02.2021

Für mehr Informationen zum Beratungsangebot der EnergieAgentur.NRW zu Klimaschutz im Kulturbereich: klicken Sie Hier!


Beispiele aus der Praxis – DIE KONKRETE UMSETZUNG VON NACHHALTIGKEITSZIELEN, 11.02.2021
Die konkrete Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen (Vortrag von Jacob Bilabel (ANKM) am 11.02.2021)

EMAS in der Praxis: Möglichkeiten und Grenzen eines Umweltmanagementsystems im Kulturbereich (Vortrag von Christoph Hügelmeyer (KBB) am 11.02.2021)

Der Beitrag von Museen zur Grossen Transformation (Ein Gespräch zwischen Christopher Garthe und Stefan Charles am 11.

Artikel zu Nachhaltigkeitsmanagement in Museen von Christopher Garthe https://icom.museum/en/news/icom-voices-sustainability-

Blog zu nachhaltigen Museen: www.ausstellung-museum-nachhaltigkeit.de

Advocacy Paper: Grüne Museen, jetzt! von Stefan Charles vom 15. Dezember 2020

Strategie, Daten & CO2-Rechner – DIE ELEMENTARE BEDEUTUNG VON BELASTBAREN DATEN, 12.02.2021
Wie viel ist viel? – Einführung zu Kernindikatoren (Vortrag von Jacob Bilabel (ANKM) am 12.02.2021)

Nachhaltigkeit + Klimaschutz in der Medienbranche ACTION BITTE! ‚Klimaschutz ist drehrelevant!‘ (Vortrag von Korina Gutsche (Consultant Sustainability Film/ TV/ Kino/ Kultur) am 12.02.2021)

RÜCKFRAGEN: per E-mail an Referentin / Nutzen von Inhalten nur nach Freigabe

Sustaining Creativity: Environmental Action at Arts Council England (Vortrag von Lucy Latham (Julie’s Bicycle) am 12.02.2021)

RessourcenErscheinungsjahr
Museums Environmental Framework
2018
Culture Beyond Plastic: Understanding and Eliminating 
2020
WCCF Report: Tackling Climate Change Through Culture
2019
Arts Council England Environmental Report 2018/19
2020
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Musikalische Intermezzi von Stefan und Michael Heinrich von KLAN am 09. & 10.02.2021

Die Jungs von KLAN haben sich intensiv mit dem Thema Green Touring auseinander gesetzt. Zudem sind sie Mitinitiatoren der Initiative STAY AT HOME #CHANGEYOURSTROM. Dabei nutzen sie ihre Reichweite als Künstler dazu, Privatpersonen zum Wechsel zu einem Stromvertrag mit 100% Ökostrom anzuregen. Gleichzeitig werden bei einem Wechsel 30 € an die Tafel Deutschland e.V. gespendet.

Musikalische Intermezzi von Eva Sauter (ok.danke.tschüss) am 11. & 12.02.2021

Eva hatte bei ihren tollen musikalischen Intermezzi dazu aufgerufen, Blut- und Knochenmarkspender zu werden. Hier gibt es die Links dazu: https://www.dkms.de/de/spender-werden https://www.blutspendedienst.com