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Das Beethoven Orchester Bonn ist 
„United Nations Climate Change Goodwill Ambassador“

Das UN-Klimasekretariat ernennt das Beethoven Orchester Bonn zum
„United Nations Climate Change Goodwill Ambassador“

Am Samstag, 27. Februar 2021, hat Patricia Espinosa, Executive Secretary of the Secretariat of the United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC), in der Konzernzentrale der Deutschen Telekom AG in Bonn in Anwesenheit von Oberbürgermeisterin Katja Dörner und Generalmusikdirektor der Stadt Bonn, Dirk Kaftan, das Beethoven Orchester Bonn (BOB) zum „United Nations Climate Change Goodwill Ambassador“ ernannt.
„Die Arbeit des Beethoven Orchesters Bonn ist ein Zeugnis für die Kraft der Musik, Barrieren zu überwinden und Brücken zwischen Gemeinschaften zu bauen“, sagte Patricia Espinosa, Exekutivsekretärin des UN-Klimasekretariats. „Ich freue mich, dass das Orchester zugesagt hat, uns bei unserer Arbeit für eine friedlichere, inklusivere und geeinte Welt zu unterstützen.“
Die Urkundenübergabe geschah am Rande einer Aufzeichnung von Beethovens 6. Sinfonie, der sogenannten „Pastorale“. Das Konzert aus der Reihe Beethoven Pur wird am 29.3.2021 um 20.15 Uhr beim Sender #dabeiTV auf MagentaTV ausgestrahlt. Die Sinfonie gilt als Ausdruck der Naturliebe Beethovens: Lob der Schöpfung und gleichzeitig Aufruf, sie zu wahren und zu schützen.
Die Reihe Beethoven Pur wird unterstützt durch die Deutsche Telekom AG. Sämtliche Konzerte wurden in der Zentrale des Telekommunikationskonzerns eingespielt. Die ersten drei Sinfonien konnten im Herbst 2020 Corona-konform noch vor Publikum gespielt und aufgezeichnet werden. Die finale 9. Sinfonie wird am 17. April live ausgestrahlt.

Das Beethoven Orchester Bonn (BOB) sieht in der Auszeichnung die Chance, Verantwortung für die Agenda 2030 der Vereinten Nationen, mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung zur Förderung des Friedens und zum Schutz unseres Planeten, zu übernehmen. „Wir verstehen Musik als unverzichtbaren Teil unseres Lebens. Musik hat auch die Kraft, Zukunft mit zu gestalten: menschenwürdig, die Ziele der Vereinten Nationen als Wegweiser im Blick,“ meint Dirk Kaftan, Generalmusikdirektor (GMD) des BOB. Ein Schritt in Richtung globale Verantwortung wurde bereits 2018 unter anderem mit dem Projekt „Beethoven Moves“ gemacht, in dem das BOB gemeinsam mit der Don Bosco Mission Bonn Straßenkinder in Medellín unterstützt.

„Wir als Stadt Bonn freuen uns außerordentlich darüber, dass das UN-Klimasekretariat das Beethoven Orchester Bonn zum United Nations Climate Change Goodwill Ambassador ernannt hat. In Zeiten, in denen die Klimakrise ungebremst voranschreitet, kommt es darauf an, Verantwortung zu übernehmen, um die Umwelt für ein gemeinsames Leben auf diesem Planeten zu schützen. Daher bin ich besonders froh, dass Dirk Kaftan zusammen mit der UNFCCC die Initiative ergriffen hat, um die Bedeutung des Klimaschutzes für die Welt hervorzuheben.“

Katja Dörner, Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn

Dass es für ein Orchester eine nicht einfache Aufgabe ist, ‚Klimabotschafter‘ zu sein, weiß auch GMD Dirk Kaftan. Er geht allerdings mit gutem Beispiel voran und radelt beinahe täglich aus dem Drachenfelser Ländchen zur Arbeit ins Brückenforum oder in die Bonner Oper.
Viele unterschiedliche Gedanken zu Projekten wie die Unterstützung von Eben!Holz e. V., bei dem es auf Madagaskar um die Aufforstung von exotischen Hölzern geht, die im Musikinstrumentenbau benötigt werden, die intensivere Förderung des ÖPNV und des Fahrradverkehrs für und durch die Konzertbesucher und die Nutzung von nachhaltigen und fair-gehandelten Produkten werden zurzeit vom Orchester geprüft bzw. sind geplant. Eine jährlich stattfindende Benefiz-Umweltgala am World-Earth-Day (5.6.) in Bonn, ‚Benefiz-Radeln‘ nach dem Vorbild eines Sponsorenlaufs sowie die im Orchester und Publikum breitgefächerte Anwendung der ‚UN Act-now-App‘ sind weitere Überlegungen. Das BOB ist bereits Mitglied im „Orchester des Wandels Deutschland e. V.“, um gemeinsam mit anderen Orchestern einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz zu leisten. Der Verein wurde im Juni 2020 gegründet und fördert mit regelmäßigen Benefizkonzerten zahlreiche Projekte zum Klima- und Naturschutz – regional und international.

„Man kann die Welt nur verändern, wenn man bereit ist, sich selbst zu verändern. Deshalb werden wir versuchen, mit verschiedenen Initiativen die Herzen der Menschen mit unseren Ideen zu erreichen. Da ich mit großer Sorge die weltweite klimatische Entwicklung beobachte, bedeutet es mir persönlich sehr viel, mit unserem Orchester United Nations Climate Change Goodwill Ambassador zu sein. Wir müssen versuchen, den Klimawandel zu stoppen, und ich bin mir sicher: Musik kann dabei helfen.“

Dirk Kaftan, Generalmusikdirektor, Beethoven Orchester Bonn

Zentraler Gedanke des Orchesters ist es, Konzertbesucher und Liebhaber der Musik individuell auf ihre Möglichkeiten aufmerksam zu machen, die Umwelt und die Welt zu verbessern und zu schonen.
Sport- und Kulturdezernentin Dr. Birgit Schneider-Bönninger sieht in der Botschafterrolle eine wichtige Weichenstellung für eine klimagerechte Kulturpolitik:

„Die Bundesstadt Bonn ist als erste Kommune Partner im Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit in Kultur und Medien (ANKM), gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Vor Ort möchten wir eine gemeinsame Verantwortung für Nachhaltigkeit mobilisieren und das emanzipatorische Potenzial der Künste ausschöpfen – für die Gestaltung einer solidarischen und klimaneutralen Gesellschaft. Als UN-Botschafter kann das Beethoven Orchester Bonn den gesellschaftsökologischen Wandel vorantreiben und dazu ermuntern, die Welt zu verändern.“

Dr. Birgit Schneider-Bönninger, Sport- und Kulturdezernentin der Bundesstadt Bonn

„Herzlichen Glückwunsch dem Beethoven Orchester Bonn und Dirk Kaftan für die Ernennung zum „Goodwill Ambassador“ der UNFCCC. Diese Auszeichnung lässt die UN und die Bonner Kultur näher zusammenrücken. Auch das Theater Bonn arbeitet intensiv mit dem Beethoven Orchester Bonn und der UN an weiterführenden Kooperationsmöglichkeiten und wir freuen uns, das Ergebnis in wenigen Wochen bekannt geben zu können,“

Dr. Bernhard Helmich, Generalintendant, Theater Bonn


Weitere Informationen unter: https://unfccc.int oder www.beethoven-orchester.de

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Culture for Future! – Pilotprojekt in der Landeshauptstadt Dresden


Die Dresdner Kulturverwaltung hat gemeinsam mit Kultureinrichtungen Nachhaltigkeit als Schwerpunktanliegen in die Kulturentwicklungsplanung eingeschrieben und kulturpolitisch mit einem Stadtratsbeschluss im Dezember 2020 fixiert. In den kommenden Jahren sollen alle Dresdner Kultureinrichtungen über eine erfolgreich implementierte Nachhaltigkeitsstrategie verfügen, so die Vision. Diese impliziert einrichtungsspezifische Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz, etwa die ressourcenschonende Produktion oder der Einsatz umweltfreundlicher Energien und Technologien sowie Wirkungskreise der sozialen Nachhaltigkeit, bspw. Gleichstellung, Inklusion und Diversität. Darüber hinaus wirken die Kultureinrichtungen nachhaltig in die Dresdner Stadtgesellschaft, zum Beispiel durch umfassende, auf die Lebenssituationen der Bewohner:innen abgestimmte bzw. sozialräumliche Vermittlungsangebote sowie durch vielfältige und qualitativ hochwertige künstlerische Programme. Den Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategien bilden die 17 „Sustainable Development Goals“ (SDG) der Vereinten Nationen.
Nachhaltigkeit wird in der Dresdner Kulturverwaltung als normatives Handlungsleitbild aus globaler Perspektive und als Querschnittsherausforderung im lokalen Handeln gesehen, welche den Prinzipien der inter- und intragenerationellen Gerechtigkeit folgt, die Nachhaltigkeitsdimensionen „Ökologie“, „Ökonomie“ und „Soziales“ ganzheitlich und integrativ betrachtet, präventiv und langzeitorientiert angelegt ist und die Verknüpfung von globalen und lokalen Entwicklungen anstrebt.


Im Mai 2020 initiierte das Amt für Kultur und Denkmalschutz Dresden mit einem digitalen Symposium zum Thema „Nachhaltigkeit in Kunst und Kultur“ den Auftakt für die Umsetzung dieser Vision.
Seit Januar 2021 läuft ein durch den Rat für Nachhaltige Entwicklung geförderter Transformationsprozess, in welchem die Kulturverwaltung Dresden gemeinsam mit fünf großen und bekannten Dresdner Kulturinstitutionen (ein Orchester, ein Museum, eine Bibliothek, ein Theater und ein Festival) und in Zusammenarbeit mit externen Partnern aus dem Bereich Umweltmanagement Nachhaltigkeitsstrategien sowie konkrete Maßnahmen für den Kulturbereich entwickeln.
„Culture for Future“ ist daher eine Zielstellung, die gerade vor dem Hintergrund aktueller wissenschaftlichen Erkenntnisse, der Notwendigkeit zum Umdenken und nicht zuletzt durch den Veränderungswillen vieler Menschen unabdingbar ist. Das Projekt soll herausarbeiten, welche zukunftsfähigen Konzepte und welche konkreten Maßnahmen erforderlich sind, um Kunst und Kultur in Dresden nachhaltig aufzustellen und durch künstlerische Prozesse wesentliche Narrative für ein gutes Leben identifzieren. Dafür ist die Transformation der vorhandenen Strukturen und das Nachdenken über eine neue Kultur (insbesondere nach der Krise) die wesentliche Triebfeder für die Arbeit in der Dresdner Kulturverwaltung in gemeinsamer Gestaltung mit den Kultureinrichtungen.
Weitere Informationen unter: Kultur und Nachhaltigkeit (dresden.de)

„Salvador Dali soll einmal gesagt haben: Am liebsten erinnere ich mich an die Zukunft. Das ist ein kluger Gedanke, weil er drei Zeitformen ineinander verschränkt: Die Gegenwart ist voll von Erinnerungen und geht schwanger mit dem Zukünftigen. Gerade durch meine Erinnerung, also das, was ich in der Vergangenheit erfahren und bewertet habe, kann ich Zukünftiges denken und habe so die Möglichkeit, mich besser in der Gegenwart zu orientieren, um Entscheidungen zu treffen. Wenn wir uns als Gesellschaft darauf besinnen, dann bin ich mir sicher, dass wir jetzt nachhaltige Grundlagen für ein gutes Leben in Zukunft gestalten können.“

Juliane Moschell, Abteilungsleiterin Kunst und Kultur in der Landeshauptstadt Dresden
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Die documenta fifteen ist Teil des Aktionsnetzwerks!

Die documenta fifteen, die vom 18. Juni bis 25. September 2022 in Kassel stattfindet ist neue Partnerin des Aktionsnetzwerkes. Wie Dr. Sabine Schormann, Generaldirektorin der documenta und Museum Fridericianum gGmbH im Rahmen des KulturInvest!-Kongresses in Potsdam am 27. November 2020 bestätigte, wird sich die documenta fifteen in das Netzwerk einbringen und die Ziele des Aktionsnetzwerkes unterstützen.

Das Thema Nachhaltigkeit wird von der documenta fifteen ganzheitlich betrachtet. Neben der Auseinandersetzung mit ökologischen Faktoren stehen insbesondere kulturelle, soziale, politische und wirtschaftliche Aspekte des Lebens im Mittelpunkt des künstlerischen Konzepts von ruangrupa. Der Gedanke der Nachhaltigkeit wird also nicht nur bei der konkreten Umsetzung des Veranstaltungskonzepts gemeinsam mit Partner:innen, sondern auch im kuratorischen Ansatz der documenta fifteen berücksichtigt.

„Nachhaltigkeit ist ein Grundanliegen von ruangrupa. Der kuratorische Ansatz der documenta fifteen zielt auf ein gemeinschaftlich ausgerichtetes Modell der Ressourcennutzung – ökonomisch, aber auch im Hinblick auf Ideen, Wissen, Programme und Innovationen. Grundsätze wie Kollektivität, gemeinschaftliches Arbeiten und gerechte Verteilung sind der Motor. ruangrupa möchte eine global ausgerichtete, kooperative und interdisziplinäre Kunst- und Kulturplattform schaffen, die über die 100 Tage der documenta fifteen hinaus wirksam bleibt.“

Dr. Sabine Schormann, Generaldirektorin, documenta & Museum Fridericianum gGmbH
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Video: Klimagerechte Kulturpolitik

Unter dem Titel »VON DER ZUKUNFT HER – Sommerakademie für eine klimagerechte Kulturpolitik« referierten und diskutierten Experten aus Wissenschaft, Politik und Kultur über die Verbindung von Kultur und Nachhaltigkeit und deren Bedeutung für die Gesellschaft.

Moderiert wurde die Diskussion von Peter Grabowski, dem kulturpolitischen Reporter und Uta Atzpodien. Zum Einstieg gab es einen Kurzimpuls durch Prof. Dr. –Ing. Manfred Fischedick, Gastgeber und wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Instituts zur eigenen Arbeit im Bereich Kultur und Nachhaltigkeit.

Im Anschluss daran sprach der ehemalige Leiter des Insitututs und seit September 2020 neuer Oberbürgermeister von Wuppertal, Prof. Dr. Uwe Schneidewind über seine Vision zum Thema Zukunftskunst.

Im Anschluss daran wurde das Aktionsnetzwerk in Kultur und Medien vorgestellt. Auf der Bühne saßen dazu :

Kirsten Haß (Verwaltungsdirektorin der Kulturstiftung des Bundes)
Dr. Fritz Reusswig (Potsdam Institut für Klimafolgenforschung)
Dr. Günter Winands (Bundesbeauftrage für Kultur und Medien)
Jacob Sylvester Bilabel (Leitung Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit)

Einige Programmpunkte wurden dabei mitgeschnitten.
Sehen sie hier das Video:

VON DER ZUKUNFT HER – Sommerakademie für eine klimagerechte Kulturpolitik (Teil 3)
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Neuer Netzwerkpartner: Bundesstadt Bonn

Mit der Bundesstadt Bonn hat sich nun die erste Kommune dem Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit in Kultur und Medien (ANKM) angeschlossen. Das Thema Nachhaltigkeit spielt in Bonn eine große Rolle. Der Bundespräsident Frank Walter-Steinmeier beschreibt Bonn als die Welthauptstadt für Nachhaltigkeit und Klimaschutz. So ist die Stadt seit zwei Jahrzehnten Sitz des UN-Klimasekretariats. Seit 1995 ist Bonn Mitglied im Klima-Bündnis von Städten, Kommunen und Landkreisen. Im 04. Juli 2019 rief die Stadt den Klimanotstand aus und auch bei der OB-Wahl im September 2020 spielte das Thema Nachhaltigkeit eine entscheidende Rolle. Der besonderen Rolle von kulturellen Institutionen und Initiativen bei der Bewältigung der Klimakrise wird in Bonn erhebliche Bedeutung beigemessen. Nun hat das Dezernat IV, vertreten durch Sport- und Kulturdezernentin Dr. Birgit Schneider-Bönninger, mehrere Aktionen angestoßen bei denen Nachhaltigkeitsbestrebungen und kulturelle Initiativen Hand in Hand gehen.

Schlüsselmotiv ist dabei die kreative Kollision und synergetische Verbindung verschiedener Welten (z.B. die Bonner „Zukunftsarena“ Sport und Kultur). Unter dem Dach eines transdisziplinären Klimakunstlabors (Art goes sustainable = ARTAINABLE) werden kulturpolitische Nachhaltigkeitsaktivitäten der städtischen Kulturinstitute und der freien Szene entwickelt, gebündelt und gefördert. Das Bonner Klimakunstlabor umfasst die Bereiche Bau und Infrastruktur, Produktion und Vermittlung, Forschung und Prototyping. Modellprojekte sind die „Grüne Oper für alle“ (Nachhaltige Sanierung und Teilhabe-Offensive), strategische Partnerschaften zwischen Theater Bonn, Beethoven Orchester Bonn und der UN (Beethoven Orchester als UN-Klimabotschafter), sowie die Neuaufstellung des Beethovenfestes als Utopienschmiede für Demokratie und Nachhaltigkeit. 

Herzlich Willkommen im Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit in Kultur und Medien!